Berufserfahrung

Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Eintragung bei der Architektenkammer NRW ist eine zweijährige praktische Berufserfahrung nach Beendigung des Studiums. Sie können also frühestens zwei Jahre nach Ihrem Studien-Abschluss Architektin oder Architekt, Innenarchitekt, Landschaftsarchitekt oder Stadtplaner werden. 

Zumeist wird die Berufserfahrung über Mitarbeit in einem oder in mehreren Architektur- oder Planungsbüros in Deutschland, der EU oder in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gesammelt. Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter werden Sie dabei in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Allerdings sollten Sie in der Planung und Ausführung von Objekten in jedem Fall Erfahrungen in folgenden Tätigkeiten sammeln:

  • Vorentwurf und Entwurf einschließlich Kostenermittlung und Genehmigungsplanung
  • Ausführungsplanung
  • Vorbereitung und Durchführung von Vergaben   

Mindestens zwei der genannten Bereiche müssen Sie abdecken und schriftlich nachweisen. Daneben müssen Sie über einen Zeitraum von drei Monaten Erfahrung in der Bauüberwachung gesammelt haben. 

Nachweis der praktischen Tätigkeit

Die praktische Tätigkeit wird durch Vorlage von Plänen zweier Unterschiedlicher Objekte mit mindestens durchschnittlichen Planungsanforderungen nachgewiesen. Durch Ihre Unterschrift und durch schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers dokumentieren Sie, dass Sie die Pläne selbst angefertigt haben. Sollte die Vorlage von länen nicht möglich sein, kann unter Umständen auch eine entsprechende Bescheinigungen des Arbeitgebers als Nachweis ausreichen. 

Weitere Informationen zur Eintragung finden Sie in der Rubrik "Wir über uns" unter Mitgliedschaft

Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz NRW

Für Antragstellerinnen oder Antragsteller, die möglicherweise unter den Anwendungsbereich des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes (BQFG) NRW fallen, das in seiner novellierten Fassung am 14.05.2016 in Kraft getreten ist, können Sonderregelungen gelten, über die Sie die unten genannten Ansprechpartnerinnen gerne informieren.

Der Anwendungsbereich des BQGF ist in § 2 festgelegt, der u. a. lautet:

(1) Dieses Gesetz gilt für die Feststellung der Gleichwertigkeit im Ausland erworbener Ausbildungsnachweise unter Berücksichtigung sonstiger nachgewiesener Berufsqualifikationen und inländischer Ausbildungsnachweise für Berufe, die durch Rechtsvorschriften des Landes geregelt sind, sofern die entsprechenden berufsrechtlichen Regelungen des Landes unter Bezugnahme auf dieses Gesetz nicht etwas anderes bestimmen. § 20 gilt auch für Verfahren von bundesrechtlich geregelten Berufen. § 10 des Bundesvertriebenengesetzes bleibt unberührt.
(2) Dieses Gesetz ist auf alle Personen anwendbar, die im Ausland einen Ausbildungsnachweis erworben haben und darlegen, in Nordrhein-Westfalen eine ihrer Berufsqualifikation entsprechende Erwerbstätigkeit ausüben zu wollen.

Link zum Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG NRW)

Link zum Baukammerngesetz NRW (BauKaG NRW)