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33 Projekte als „Vorbildliche Bauten 2015“ ausgezeichnet

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    Strahlende Preisträger: Insgesamt wurden 33 Objekte mit der "Auszeichnung vorbildlicher Bauten NRW 2015" geehrt - Fotos: Thilo Saltmann

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    AKNW-Präsident Ernst Uhing und NRW-Baustaatssekretär Michael von der Mühlen (oben r.) freuten sich, am 23. November Preisträger aller 33 ausgezeichneten Bauten im Düsseldorfer K21 zur feierlichen Übergabe der Urkunden und Gebäudetafeln begrüßen zu können

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    Staatssekretär Michael von der Mühlen und AKNW-Präsident Ernst Uhing überreichten die Urkunden und Gebäudeplaketten

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    Zur Preisverleihung kamen ca. 350 Gäste ins Museum K21 nach Düsseldorf

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    33 Projekte, die in den vergangenen fünf Jahren in NRW realisiert wurden, sind ausgezeichnet worden

Mit dem Titel "Vorbildliche Bauten NRW 2015" wurden am 23. November im Düsseldorfer Ständehaus 33 Gebäude ausgezeichnet. Die Urkunden und die Gebäudeplaketten überreichten Staatssekretär Michael von der Mühlen aus dem Bauministerium und der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing, an die Architekten und Bauherren.

Die Auszeichnung gilt als Landes-Architekturpreis, der seit nunmehr 35 Jahren durch das NRW-Bauministerium alle fünf Jahre gemeinsam mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vergeben wird. „Es ist immer wieder faszinierend, welche beeindruckenden Ergebnisse unsere Wettbewerbe haben“, stellte Staatssekretär Michael von der Mühlen anlässlich der Übergabe der Auszeichnungen fest. „Ich freue mich besonders, dass sich auch der geförderte Wohnungsbau, der öffentliche Hochbau und Projekte der Städtebauförderung an unterschiedlichsten Standorten in Konkurrenz mit spektakulären Museumsbauten und privaten Bürogebäuden aufgrund ihrer Qualität durchsetzen konnten“, sagte von der Mühlen.

„Innovativ, vorbildlich, richtungsweisend – das sind die Prädikate der Preisträger“, unterstrich AKNW-Präsident Ernst Uhing vor rund 400 Gästen im K21. „Die ausgezeichneten Objekte zeigen die Innovationskraft, das technische Know-how und den Gestaltungsanspruch der Architekten und Stadtplaner in Nordrhein-Westfalen“, betonte Uhing.
Insgesamt waren von Architekten und Bauherren 203 Objekte für das Auszeichnungsverfahren eingereicht worden. Die Jury wählte unter Vorsitz des Architekten Gerold Reker aus Kaiserslautern 33 Arbeiten aus, die aus der Fülle guter Beispiele in ästhetischer, technischer, sozialer oder städtebaulicher Hinsicht herausragten und als richtungsweisend für die kommenden Jahre gelten können.

Neben zahlreichen Wohn- und Quartiersentwicklungen wurden auch Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Bauwerke für Bildung und Erziehung gewürdigt. „Die Beiträge belegen eindrucksvoll, dass Architekten und Investoren sich auch intensiv mit der Sanierung und Weiterentwicklung des Gebäudebestandes befassen“, betonte Kammerpräsident Uhing. Etwa ein Drittel der Preisträger befassten sich mit Planungs- und Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden: Sanierungen, Aufstockungen, Ergänzungsbauten, Umnutzungen. „Für unser dicht besiedeltes Land ist es wichtig, die städtebauliche Entwicklung mit innovativen Neubauten voranzutreiben und zugleich die vorhandene Bausubstanz verantwortungsvoll weiterzuentwickeln“, unterstrich Staatssekretär von der Mühlen.

Die 33 ausgezeichneten Bauten 2015 stehen in 25 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden. „Die Jury war beeindruckt von der großen Bandbreite und von der hohen Qualität der vorgestellten Arbeiten“, resümierte Gerold Reker als Vorsitzender der Jury. Er zeigte sich mit AKNW-Präsident Ernst Uhing und Baustaatssekretär Michael von der Mühlen einig in der Einschätzung, dass es wichtig sei, auch scheinbare „Alltagsaufgaben“ zu würdigen, etwa Einfamilienhäuser und geförderte Wohnungsbauten. Die Gratulation an die Preisträger und den Dank an die Bauherren verbanden die Auslober mit dem Appell, sich auch weiterhin für gute, mutige Architektur stark zu machen und bei der Vergabe von Planungs- und Bauleistungen auf Qualität und Anspruch zu setzten – etwa durch die Auslobung von Architektenwettbewerben. „Die Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW soll private und öffentliche Auftraggeber in gleicher Weise dazu motivieren, individuelle, nachhaltige und gestalterisch anspruchsvolle Lösungen für ihre Bauaufgaben anzustreben“, erklärte AKNW-Präsident Ernst Uhing.

Übersicht der ausgezeichneten Objekte
(nach Städten):

  • Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum und Bürgerservice, Aachen; hks Jochen König Architekten, Aachen
  • Hörsaalgebäude Heizkraftwerk, Aachen; IParch, Aachen
  • Erlebnisaufzug Altena – Das neue Tor zur Burg, Altena; Klaus Hollenbeck Architekten Einzelunternehmen, Köln
  • Zwillingsprojekt Johannisberg und Besucherinformationszentrum Sparrenburg, Bielefeld; Max Dudler, Berlin
  • Pumpenhaus, Bochum; Dipl.-Ing. Heinrich Böll Architekt, Essen
  • Internationale Kindertagesstätte, Bonn; hirner und riehl architekten und stadtplaner, München
  • Hochschule Ruhr West, Bottrop; h4a|va Gessert + Randecker + Legner Architekten, vögele architekten + generalplaner, Düsseldorf
  • Neubau Fertigungsstandort Hettich in der Lohge, Bünde; Banz + Riecks Dipl.-Ing. Architekten, Bochum
  • Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium, Dortmund; Staab Architekten, Berlin
  • Dreischeibenhaus, Düsseldorf; HPP Architekten, Düsseldorf
  • Neubau Einfamilienhaus mit Architekturbüro, Ennigerloh; Thomas Becker Architekten, Ennigerloh
  • Neubau des Wohnquartiers Märkische Straße, Essen; Nattler Architekten, Essen
  • Folkwang Bibliothek, Essen; Max Dudler, Berlin
  • Hans-Sachs-Haus, Gelsenkirchen; gmp - von Gerkan, Marg und Partner Architekten, Hamburg
  • Halle 32 und Gelbgießerei, Gummersbach; Dipl.-Ing. Heinrich Böll Architekt, Essen
  • Hochschule Rhein-Waal, Kamp-Lintfort; pbr Planungsbüro Rohling AG, Architekten und Ingenieure, Osnabrück
  • Mensa Katharina-Henoth-Gesamtschule, Köln; Damrau Kusserow Architekten, Köln
  • Sülzparc – Wohnen an der Neuenhöfer Allee, Köln; Schilling Architekten, Köln
  • Friedrich-Lamerdin-Haus, Seniorenwohnhaus mit 34 Wohnungen, Büros und Café, Köln; 3pass Architekt/innen Koob Kusch, Köln
  • Carlswerkquartier, Köln; Molestina Architekten Gesellschaft für Architektur, Köln
  • Neugestaltung des Drachenfelsplateaus, Königswinter; pape+pape architekten, Kassel
  • Neubau eines Wohnhauses, Leichlingen; denzer & poensgen, Architektur & Innenarchitektur, Marmagen
  • Gemeinschafts-Wohn-Projekt "Pöstenhof", Lemgo; h.s.d.architekten, Lemgo
  • :metabolon Entsorgungszentrum Leppe, Lindlar; pier7 architekten, Düsseldorf
  • Wohnquartier, Münster; 3pass Architekt/innen Koob Kusch, Köln
  • LWL – Museum für Kunst und Kultur, Münster; Staab Architekten, Berlin
  • Neubau St. Antoniushaus, Schöppingen; farwick + grote architekten stadtplaner, Ahaus
  • Neubau Busbahnhof und Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes, Unna; pape+pape architekten, Kassel
  • Feuerwehrgerätehaus und Rettungswache, Verl; Bischof Hermansdorfer Architekten, Aachen
  • Autobahnkirche Siegerland, Wilnsdorf; schneider+schumacher Planungsgesellschaft, Frankfurt am Main
  • Kindertagesstätte Don Bosco, Wuppertal; Zamel Krug Architekten, Hagen
  • Speisehaus der Evangelischen Kirche im Rheinland für das Internationale Tagungszentrum, Wuppertal; Kastner Pichler Architekten, Köln
  • Experimenteller Wohnungsbau Ostersiepen, Wuppertal; Architektur Contor Müller Schlüter, Wuppertal

Jurybegründungen

Dokumentation (Web-PDF, 5 MB)
Dokumentation (hochauflösend, 31 MB)

Pressefotos

Autor: Christof Rose