« zurück

Große Architektur für die Kleinsten: Verleihung des ersten Kitapreises

  • Bild 1 von 20

    Kinderhaus, Heiligenhaus (Heiermann Architekten, Köln)

  • Bild 2 von 20

    Kinderhaus der Universität zu Köln (Böttger Architekten BDA, Köln)

  • Bild 3 von 20

    Kindertagesstätte „Im Kamp“, Köln (3pass Architekt/innen Koob.Kusch BdA; Lill + Sparla Landschaftsarchitekten Ingenieure, Köln)

  • Bild 4 von 20

    Kindertagesstätte mit Familienzentrum, Krefeld (Kempen | Kleinheyer Architekten, Krefeld; Blank und Franke Landschaftsarchitekten, Neuss)

  • Bild 5 von 20

    Kita und Gemeindezentrum Bethlehemkirche, Meerbusch (hecker architekten, Düsseldorf)

  • Bild 6 von 20

    Kita Münster-Hiltrup (Stadtraum Projekt, Münster)

  • Bild 7 von 20

    Kindertagesstätte Universitätsklinikum, Münster (Burhoff und Burhoff Architekten, Münster; frei[RAUM]planung, Münster)

  • Bild 8 von 20

    Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung Holtrode, Münster (Burhoff und Burhoff Architekten, Münster)

  • Bild 9 von 20

    Kita Miniapolis im Thyssen Krupp Quartier, Essen (JSWD Architekten, Köln; Chaix & Morel et Associés, Paris; KLA kiparlandschaftsarchitekten, Duisburg/Mailand)

  • Bild 10 von 20

    Luise-Nolte-Familienzentrum, Düsseldorf (mrr architekten, Düsseldorf; Freiraumplus Landschaftsarchitekten, Krefeld)

  • Bild 11 von 20

    Kath. Kindergarten Heilig Geist, Dinslaken (Eling Architekten, Wesel)

  • Bild 12 von 20

    Freuten sich über die Auszeichnung mit dem Kitapreis 2014: die Beteiligten und Vertreter der 17 ausgezeichneten Kitas in NRW. (Alle Fotos: T. Saltmann)

  • Bild 13 von 20

    "Kinder können sich am besten in guter Architektur entfalten!" - AKNW-Präsident Ernst Uhing, NRW-Familienministerin Ute Schäfer und Prof. Thomas Zimmermann, Vorsitzender der Jury zum Kitapreis.

  • Bild 14 von 20

    Rund 300 Gäste kamen am 3. November 2014 ins Düsseldorfer K21 zur Verleihung des Kitapreises.

  • Bild 15 von 20

    Die 17 gleichrangigen Auszeichnungen gingen an: Kita UniKids Ruhruniversität, Bochum (Wörmann Architekten, Ostbevern; FSWLA Landschaftsarchitektur, Düsseldorf)

  • Bild 16 von 20

    Internationale Kita, Bonn (hirner & riehl architekten bda, München; grabner + huber landschaftsarchitekten, Freising)

  • Bild 17 von 20

    Kita Warschauer Straße, Bonn (Architekten Janssen + Becker-Wahl, Köln; die3landschaftsarchitektur Brückmann + Platz GbR, Bonn)

  • Bild 18 von 20

    Kita Universitätsklinikum, Bonn (Hahn Helten+ Ass. Architekten, Aachen; Studio LCD Alexander Baumgarten, Köln; 3+ Freiraumplaner, Aachen; Innenarchitektur Anne Kloeters, Aachen)

  • Bild 19 von 20

    Baumhaus, Bünde (Lauhoff Architekten, Bünde)

  • Bild 20 von 20

    Kindertagesstätte Weidenstraße, Niederkassel (Architekten Fischer+Fischer BDA, Köln; Landschaftsarchitekt Martin Tochtrop)

Das Land Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer NRW haben gestern (03.11.2014) im Düsseldorfer Kunstmuseum K21 erstmals den Kitapreis NRW zur Auszeichnung besonders gelungener Kindertageseinrichtungen verliehen. 151 neue und erweiterte Gebäude waren zu dem Auszeichnungsverfahren eingereicht worden. Aus ihnen hatte eine unabhängige Jury 17 vorbildliche Kindergärten und Kindertagesstätten für den „Kitapreis NRW 2014“ ausgewählt. „Die Bauaufgabe Kindergarten oder Kindertagesstätte ist grundsätzlich von hoher Bedeutung, formt sie doch die Lebenswelt unserer Jungen und Mädchen in einem jungen Alter“, betonte Kammerpräsident Ernst Uhing bei der Preisverleihung, die er gemeinsam mit NRW-Familienministerin Ute Schäfer vornahm.

NRW-Familienministerin Ute Schäfer unterstrich: „Vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für Unter-Dreijährige kommt dieser Bauaufgabe gegenwärtig eine besondere Bedeutung zu.“ Das habe auch die große Resonanz auf das Verfahren eindrucksvoll bestätigt. „Da gegenwärtig viele Kitas im ganzen Land gebaut werden, wollen wir den Kitapreis NRW gerne mit der AKNW fortsetzen“, kündigte die Ministerin an.

Mit der Auszeichnung wollen das Land Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer NRW die Bedeutung der Architekturqualität von Kitabauten herausstellen und ihren positiven Einfluss auf die Lern- und Lebenswelt von Kindern im Alter bis zu sechs Jahren betonen. Zugleich soll das Verfahren Träger von Kindertageseinrichtungen anregen, der baulichen Qualität ihrer Anlagen besondere Beachtung zu schenken.  

Die nordrhein-westfälische Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, Ute Schäfer, zeigte sich hoch erfreut über das neue Auszeichnungsverfahren und die guten Ergebnisse. „Dieser Preis ist deshalb gelungen, weil er auch dazu beiträgt, einen sehr wichtigen Bildungsbereich aufzuwerten: die frühkindliche Bildung und die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen.“  

Kommunen, Kirchen und private Trägervereine haben in jüngster Zeit viele Anbauten und Neubauten in Auftrag gegeben. „Unsere Kinder können sich am besten in guter Architektur entfalten“, hob Prof. Thomas Zimmermann in der Jurysitzung hervor. Der Frankfurter Architekt hat mit seinem Büro „raum z architekten“ selber bereits eine Vielzahl von Kita-Bauten realisiert. Als Vorsitzender führte er die Jury durch ein anspruchsvolles Auswahlverfahren.  

Kriterien, nach denen die Jury urteilte, waren: Aufenthaltsqualität (Elementarpädagogische Nutzungs- und Aufenthaltsqualität, Funktion), Gestaltungsqualität (Städtebauliche Einbindung, Architekturqualität, Qualität des Innenraums, Qualität des Außenraums) und Planungsqualität (Qualität im Planungsprozess, Wirtschaftlichkeit, Ökologie). „Architektur für Kinder zeichnet sich dadurch aus, dass viele kleine Elemente eine Einheit bilden“, erklärte Prof. Zimmermann sein Verständnis der Bauaufgabe. „Eine Kindertageseinrichtung – egal welcher Größenordnung – muss als ein Haus wahrgenommen werden.“  

In drei Rundgängen hatte die Jury 20 Objekte ausgewählt, die Anfang Juli 2014 in Bereisungen und intensiven Recherchen überprüft wurden. Letzten Endes wurden 17 Bauten für den ersten Kitapreis NRW ausgewählt. Je drei Auszeichnungen gehen nach Bonn und Münster, zwei nach Köln.  

Der Kitapreis 2014 richtete sich an alle Träger von Kindertageseinrichtungen als Bauherren sowie an alle Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, die in gestalterischer und pädagogischer Hinsicht vorbildliche Neu- und Umbaumaßnahmen in, an und im Umfeld von Kindertageseinrichtungen realisiert haben. Prämiert wurden Neubauobjekte, Maßnahmen an bestehenden Bauten von Kindertageseinrichtungen und Umfeldgestaltungen, die den Bewertungskriterien der Auslobung in besonderer Weise entsprechen. Alle ausgezeichneten Kitas liegen in Nordrhein-Westfalen und wurden im Zeitraum zwischen dem 01.01.2008 und dem 09.05.2014 fertiggestellt.  

Die ausgezeichneten Kitas werden in einer Ausstellung präsentiert. Sie ist vom 10.11.2014 bis 31.01.2015 im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW (Haroldstraße 4, 40213 Düsseldorf) und vom 05.01. bis 27.01.2015 im Haus der Architekten (Zollhof 1, 40221 Düsseldorf) zu sehen. Der Eintritt ist jeweils frei.
Die ausführlichen Jurybegründungen zu den ausgezeichneten Kitas finden Sie in der Pressemitteilung.

Autor: Christof Rose