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Schüler entwerfen Häuser und Räume

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    AKNW-Präsident Ernst Uhing und NRW-Kulturministerin Ute Schäfer zeigten sich bei der Ausstellungseröffnung begeistert von der Einsatzbereitschaft und Kreativität der jungen Leute. (Fotos: Ingo Lammert, Christof Rose)

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    Ein Beispiel-Projekt stellte der Düsseldorfer Architekt Jo Meyer (M.) gemeinsam mit den Schülern Mechmet und Aleksandra vor.

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    Bei der Vernissage am 28. September erläuterte Luisa ihr Modell - und ihre Haltung zu Architektur.

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    Die Ausstellung zeigt, welch unterschiedliche Ideen und Vorstellungen Kinder und Jugendliche von Architektur haben.

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Architektur, Wohnen, Stadtentwicklung, Landschaftsplanung – das sind Themen, die sich bisher nur selten in schulischen Stundenplänen finden. Um Kindern und Jugendlichen dennoch möglichst früh ein Gespür für ihre gebaute Umwelt zu vermitteln, führt die Architektenkammer NRW im Rahmen des Landesprogramms "Kultur und Schule" des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen seit einigen Jahren Projekte in der Sparte Architektur an Schulen in NRW durch. – Die überzeugenden, oft überraschenden Ergebnisse der aktuellen Schulprojekte zeigt die Ausstellung "Kultur und Schule – Architektur und Schule in NRW", die am 28. September im Haus der Architekten eröffnet wurde.

Seit vielen Jahren bietet die Architektenkammer NRW mit Unterstützung des Kulturministeriums Architekturprojekte an Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen an. "Das Interesse der Schülerinnen und Schüler an dem Thema ist sehr groß", stellte Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Vernissage fest. Die Architekturprojekte förderten nicht nur die Kreativität, sondern verlangten auch kommunikative Kompetenzen sowie mathematische und soziologische Kenntnisse. "Auf diese Weise können wir Kinder und Jugendliche für ihre gebaute Umwelt sensibilisieren und zu eigenen, konkreten Planungsprojekten motivieren", erläuterte Uhing.

Auch NRW-Kulturministerin Ute Schäfer zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung begeistert von der Einsatzbereitschaft und Kreativität der jungen Leute. "Im Rahmen des Landesprogramms Kultur und Schule ist uns ganz besonders wichtig, dass Künstlerinnen und Künstler unkonventionelle, experimentelle Angebote anbieten, die die Wahrnehmung schärfen, Kreativität wecken und die Ausdrucksmöglichkeiten der Kinder und Jugendlichen sensibilisieren", erklärte Ute Schäfer. "Sie sollten Architektur als Kunstform vermitteln und zeigen, wie man Bauwerke oder Räume selbst gestalten kann."

Seit Beginn der "Kultur und Schule"-Reihe konnten in jedem Jahr ganz unterschiedliche Projekte zum Themenfeld Architektur/Innenarchitektur/Landschaftsarchitektur/Städtebau an allen Schulformen in NRW realisiert werden. Auf diese Weise ist eine ebenso vielfältige wie beeindruckende Projektpalette entstanden, welche die vielfältigen Aufgaben der vier Fachrichtungen der Architektur widerspiegelt. Den Schülerinnen und Schülern gelangen dabei immer wieder Arbeiten von großer Originalität und erstaunlich hoher Qualität. Die Projekte wurden mit 90.000 Euro aus Mitteln des Kulturministeriums gefördert.

Ein Beispiel stellte der Düsseldorfer Architekt Jo Meyer mit Schülern vor. Gemeinsam hatten sie an einer Gesamtschule im Rahmen des Kunstunterrichts ein Architekturprojekt entwickelt, bei dem die Identifikation von Aufenthaltszonen und die Gestaltung von Sitzmöbeln zum Leitthema wurde. "Schüler brauchen Bereiche, wo man in Gruppen kommunizieren kann", beschrieb Aleksandra (10. Klasse) die Ausgangsproblematik. Das Ergebnis ist Teil der Ausstellung "Kultur und Schule - Architektur und Schule in NRW", die insgesamt 20 Arbeiten des jüngsten Projektdurchlaufs einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Ausstellung "Kultur und Schule - Architektur und Schule in NRW" ist noch bis zum 20. November 2015 im Haus der Architekten in Düsseldorf zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 08 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen finden Sie auch bei der Aktionsplattform Architektur macht Schule.

Autor: Christof Rose