PSE - Paul Schneider-Esleben

Festwochen - 100 Jahre Paul Schneider-Esleben

Mit Leben und Werk des Düsseldorf Architekten Paul Schneider von Esleben haben sich im Sommer 2015 zahlreiche Vorträge und eine große Ausstellung des M:AI Museums befasst. Der Grund: Am 23. August 2015 wäre der Architekt Paul Schneider von Esleben 100 Jahre alt geworden. Der Düsseldorfer Architekt, der 2005 verstorben ist, hat mit seinen Projekten die Nachkriegsarchitektur der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre entscheidend geprägt. Gerade in NRW hat er eine Reihe von Bauwerken hinterlassen, die die architekturgeschichtlichen Entwicklungen der ersten zwei Jahrzehnte nach dem Krieg spiegeln. Gebäude waren für ihn Gesamtkunstwerke, die er bis ins Detail – sei es Kunst am Bau oder das Mobiliar – durchgestaltet hat.

PSE-Ausstellung des M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW
Das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW hat das Jubiläumsjahr zum Anlass genommen, sich in einer Ausstellung dem Arbeiten und Leben des Architekten zu widmen. Die Ausstellung wurde in Düsseldorf an zwei Orten gezeigt: im Haus der Architekten und in dem von Schneider von Esleben entworfenen Mannesmannhochhaus in Düsseldorf.

„Die Marke PSE – zwischen Abriss und Erhalt“
Die Ausstellung „Die Marke PSE – zwischen Abriss und Erhalt“ widmet sich dem Werk von Paul Schneider von Esleben (1915-2005) und seiner schillernden Persönlichkeit aus Anlaß des 100. Geburtstages des Künstlers.

Die Schau greift ganz bewußt die Abkürzung PSE auf - der Architekt nutzte sie zunächst als Signatur, später auch als Markenzeichen. 1948 gründete PSE als junger Architekt in Düsseldorf sein Büro. Schon bald bewegte er sich mit sicherem Instinkt inmitten der Düsseldorfer Gesellschaft der Wirtschaftswunderjahre - den aufbegehrenden Künstlern der Kunstakademie ebenso zugewendet wie den um Bauaufgaben nicht verlegenen Auftraggeberkreisen aus Großindustrie und Finanzwelt.

Die Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit, der Wunsch nach Neuem und Modernität bestimmte seine Arbeit ein Leben lang - entsprechend ist auch sein architektonisches Werk durch eine Vielzahl von formalen Ansätzen und stilistischen Strömungen geprägt. Anstatt nur die wichtigsten, vor allem im Rheinland entstandenen Bauwerke Revue passieren lassen, möchte die Ausstellung aber auch zeigen, was aus den Bauten  geworden ist, wie man mit ihnen bis heute umging:

Das Spektrum reicht dabei von liebevollem Erhalt über Um- und Weiterbauten bis hin zum unwiederbringlichen Abriss. Aber auch der Mensch Paul Schneider von Esleben kommt in der Ausstellung zu Wort:  Als genialer Zeichner und Aquarellist, scharfsinniger Karikaturist, passionierter Segler und Bon Vivant verquicken Werk und Persönlichkeit zu einem schwer nur voneinander zu trennenden Ganzen. Kurzinterviews mit Kollegen und Zeitgenossen fangen die Facetten seiner vielschichtigen Persönlichkeit ein.

Flyer

Lesen Sie hier die Berichterstattung der Architektenkammer NRW:

Bericht zur Ausstellungseröffnung im Haus der Architekten (News vom 16.09.2015)

Bericht zur Sonderausgabe des Architekturquartetts (News vom 08.09.2015)

Bericht über den Multi-Media-Vortrag zu Paul Schneider von Esleben (News vom 08.09.2015)

 

Die Ausstellung "Paul Schneider von Esleben – Das Erbe der Nachkriegsmoderne" ist auch 2016 nochmal zu sehen! Das M:AI zeigt die Ausstellung in der Sparkasse Wuppertal vom 21. Januar bis 24. Februar 2016.

Weitere Informationen zur Ausstellung