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Pressemitteilung

Große Ausstellung zur Landschaftsarchitektur in Nordrhein-Westfalen eröffnet

NATURTEKTUR: Wie Landschaftsarchitektur unsere Zukunft gestaltet

10.02.2010 | Grünzüge und Landschaften in Nordrhein-Westfalen sind überwiegend keineswegs „natürlich“ ge-wachsen, sondern Ergebnis einer gezielten landschaftsarchitektonischen Gestaltung. Die aktuellen Veränderungsprozesse in Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft führen dazu, dass sich auch der Blick auf die Landschaft und der planerische Umgang mit ihr grundlegend verändern. Wie sich unsere Landschaft in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt hat und vor welchen Herausforderungen Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten gegenwärtig stehen, zeigt die neue Ausstellung der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen „naturetecture“. Die Ausstellung wurde heute (10. Februar 2010) im Haus der Architekten eröffnet und ist bis zum 19. März in Düsseldorf zu sehen.

„Landschaft ist heute ein rares und sensibles Gut, mit dem wir im Sinne der nachfolgenden Generationen verantwortungsvoll umgehen müssen“, betonte der Präsident der Architektenkammer NRW, Hartmut Miksch, anlässlich der Ausstellungseröffnung. In einem dicht besiedelten und bebauten Land wie Nordrhein-Westfalen komme der gezielten Planung und Gestaltung von Naturräumen, Landschaften und Nutzflächen nicht nur ökologische und ökonomische, sondern zunehmend auch eine soziale Funktion zu. Entsprechend befasst sich die Ausstellung „NATURTEKTUR“, die 13 Themenfelder der Landschaftsarchitektur analysiert und darstellt, in mehreren thematischen Blöcken mit der Gestaltung von städtischen Gemeinschaftsparks- und -anlagen, dem Erholungswert von Natur, der Gestaltung von Freizeit- und Spielflächen sowie der Verbindung von Natur und Kultur. 

Ein zentrales Aufgabenfeld stellt für die Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten der Umgang mit durch menschliche Eingriffe beschädigten Naturräumen dar. „Weltweit verlieren die Räume der Industrielandschaft ihre Funktion und stehen zur Disposition“, erläuterte Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit landschaftsarchitektonischen Konzepten könnten diese Flächen aufgewertet werden. „NRW hat sich schon früh den Herausforderungen der Umstrukturierung gestellt, zum Beispiel mit dem Landschaftspark Duisburg-Nord, dem Garten der Erinnerung im Duisburger Innenhafen oder bei zahlreichen Haldenprojekten entlang der Emscher.“ Diese und weitere Beispiele werden in der Ausstellung „NATURTEKTUR“ konzeptionell und mit großen, attraktiven Fotografien vorgestellt. 

„naturetecture“ wurde kuratiert von Prof. Elizabeth Sikiaridi und Prof. Frans Vogelaar. „Durch die globalen Herausforderungen des postindustriellen Zeitalters und der dringenden Aufgaben in der Zeit wachsender ökologischer Probleme und des aufkommenden Klimawandels ist weltweit ein wachsendes Interesse an Landschaftsarchitektur zu erkennen“, glaubt Prof. Sikiaridi. „Da sich Nordrhein-Westfalen vergleichsweise früh und in innovativer Weise den Herausforderungen der Umstrukturierung gestellt hat, besitzt das Land einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit postindustrieller Landschaft. Aufgabe der internationalen Wanderausstellung ‚naturetecture’ ist, dieses Know-how zu kommunizieren." Nicht die Präsentation von Einzelprojekten und Persönlichkeiten, sondern die Aufgaben und die Instrumente zur Qualifizierung von Landschaft im postindustriellen Zeitalter stehen dabei im Mittelpunkt.  

Die Wahrnehmung von Landschaft wird neu reflektiert und weist Nordrhein-Westfalen als Hotspot der Landschaftsarchitektur aus. Von der Inwertsetzung historischer Parks und Landschaften über die Renaturierung von Industrie- und Bergbauflächen und die Planung von Agrarland bis hin zur Gestaltung städtischer Freiräume, von Gemeinschaftsgärten und urbanen Erholungsräumen - die Herausforderungen an die Landschaftsarchitektur sind vielfältig. Auch wichtige Zukunftsthemen wie der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und die Kreation neuer „Energielandschaften“ für den Anbau nachwachsender Rohstoffe werden in der Ausstellung anhand innovativer Beispiele analysiert und diskutiert. Die Themen werden jeweils durch hochwertige Fotografien von Julian Roeder und Johannes Schwartz konzeptionell eingeführt. 

Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Entwicklung der Ausstellung im Rahmen der Landesinitiative StadtBauKultur NRW unterstützt. Sie ist durchweg zweisprachig (Deutsch / Englisch) konzipiert und soll im Anschluss an die Präsentation in Düsseldorf auch international gezeigt werden. „NATURTEKTUR“ ist bis zum 19. März 2010 im Haus der Architekten zu sehen. 

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„NATURTEKTUR / "naturetecture“
11.02.10 - 19.03.10
Haus der Architekten
Zollhof 1, 40221 Düsseldorf
Mo. - Do. 08.00 - 17.00 Uhr,
Fr. 08.00 - 13.00 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

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