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Retrospektive

Nikolaus Rosiny (1926-2011): Dem Gemeinwohl verpflichtet

Fachklinik Rhein-Ruhr aus der Vogelperspektive (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 27.09.2011 | Der Architekt Nikolaus Rosiny begann sein Berufsleben in schwerer Zeit und unter schwierigen Bedingungen. Nach dem Vordiplom der TH München 1949 brach während seiner Studienzeit an der ETH Zürich eine offene Tuberkulose aus, Folge einer Lungenverletzung als Soldat. Es folgten Monate in Krankenhäusern und Sanatorien. Als bei Egon Eiermann an der TH Karlsruhe die Preisarbeit zum Studienabschluss ausgerechnet ein Lungensanatorium betraf, konnte er aus Erfahrung schöpfen und entwickelte seinen Entwurf aus der Keimzelle des Bettes im Krankenzimmer heraus. Das Diplom erhielt er 1954 mit Auszeichnung. weitere Infos

Marlene Zlonicky (1932 - 2011): Für einen lebendigen Stadtraum

23.05.2011 | Als Sachwalterin der Lebensfähigkeit gewachsener Stadtkerne war die Versöhnung zwischen dem Bewahren des Alten und dem Wagnis des Neuen ihr zentrales Anliegen. Die Jugend der in Moers geborenen Architektin prägten die Vertreibung aus dem schlesischen Liegnitz, wo ihr Vater Stadtbaurat gewesen war, und das Leben als vaterlose Flüchtlingsfamilie in Kassel. Zum Zeitpunkt ihres Studiums an der TH Darmstadt war Stadtplanung kein eigenes Studienfach; der städtische Raum wurde dennoch das beherrschende Thema für sie und ihren Kommilitonen und späteren Mann Peter Zlonicky. weitere Infos

Emil Moog: Zeichenhaft und funktional

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 06.01.2011 | Rückblickend auf das ereignisreiche Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 legt hier ein Gebäude ein großes Zeugnis der Industriekultur ab und erfährt in seiner Umnutzung den Status „Leuchtturmprojekt des Ruhrgebiets“ im wahrsten Sinne des Wortes:  Ein Solitär mit Symbolkraft - überhöht durch eine zeichenhaft-inszenierte Typographie und ein kinetisches Lichtkonzept - als weithin sichtbare „Lichtkrone“. Die Rede ist vom Dortmunder „U“. Es entstand in den Jahren 1926 und 1927 als erstes „Hochhaus “ Dortmunds nach Plänen des Dortmunder Ingenieurs Emil Moog. - Ein Betrag in unserer Reihe „Retrospektive: Bedeutsame Architekten in NRW“. weitere Infos

Elmar Schossig (1950 - 2009): Integrale Planung

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 09.03.2010 | Er hatte das Talent zu begeistern – sich und andere, um gemeinsam die beste, die allerbeste Lösung einer Aufgabe zu suchen. Dies hatte Produktdesign zum Ergebnis für technische Komponenten und Ausstattungselemente, eingebunden in Großobjekte wie das Capricorn-Haus am Medienhafen in Düsseldorf: Außen und innen bis zur Farbgebung und den Akustikwänden Entwurf Schossig. Im gemeinsamen Kölner Architekturbüro teilten er und Dörte Gatermann sich die Projekte auf, denn für einen guten Entwurf könne immer nur einer verantwortlich sein. Der andere wurde dann zum aufmerksamsten Kritiker. weitere Infos

Stefan Jeromin (1966 - 2009): Aus Verantwortung für die gebaute Umwelt

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 30.11.2009 | In rund fünfzehn Jahre gemeinsamer Arbeit in Partnerschaft mit Ante Anin und Dimitrios Fitilidis entwickelte Stefan Jeromin eine Architekturauffassung, die aufhorchen lässt. Früh schon entschieden sie sich für ökologisch nachhaltiges Bauen unter Einsatz neuer Materialien und Verfahren. Stefan Jeromin prägte die Entwurfs- und Ausführungsplanung des Büros Anin Jeromin Fitilidis maßgeblich. Der Name ajf bleibt über seinen Unfalltod vor einem Jahr hinaus als Markenzeichen für das Architekturbüro wie für die parallel betriebene GmbH für die eigene Projektentwicklung bestehen. weitere Infos

Otto Scheib (1893 – 1965): Der Genese verpflichtet

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 07.08.2009 | Anlässlich der Ausstellung "Sehen lernen", eines Projektes der Landesinitiative StadtBauKultur NRW, ist derzeit das Bert-Brecht-Haus in Oberhausen (1928) wieder in den Fokus der städtebaulichen Entwicklung und des öffentlichen Interesses gerückt. Es wurde ursprünglich unter dem Namen "Ruhrwachthaus"als erstes Hochhaus der Stadt errichtet und gilt als prominenter Vertreter des Backsteinexpressionismus im Ruhrgebiet. Entwurfsverfasser ist der Kölner Architekt Otto Scheib. - Ein Beitrag in unserer Reihe "Retrospektive - Einflussreiche Architekten in NRW". weitere Infos

Hans Schilling (1921-2009): Architektur als Berufung

16.04.2009 | „Erinnerungen aus meinem Leben, und an einen Glücksfall" – so betitelte Hans Schilling einen seiner Beiträge für das Buch "Architektur 1945 – 2000" über die eigene Arbeit als Architekt, das er 2001 seinen Kindern und Enkeln widmete. Als einen Glücksfall für die Architekturgeschichte der jungen Bundesrepublik kann das Wirken von Hans Schilling bezeichnet werden, denn seine Bauten stehen für jene Aufbruchstimmung, die nicht „Wiederaufbau“, sondern „Neuaufbau“ zum Ziel hatte gemäß der Überzeugung, „dass alles anders werden muss, wenn es besser werden soll“. Hans Schilling ist am 19. Februar 2009 im Alter von 87 Jahren in Köln verstorben. weitere Infos

Ernst Kasper (1935 - 2008): Architektur formt Leben

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 05.09.2008 | Ein Architekt, der seine Visitenkarte statt mit einem geometrisch abgezirkelten Logo mit einer farbig lavierten Handzeichnung schmückt? Das dort vorgestellte Kaiserbadgelände in Aachen an der Stelle der heilenden Quelle, die nach den Römern auch Karl der Große benutzte, muss für Prof. Ernst Kasper eine besondere Bedeutung gehabt haben. - Ein Nachruf. weitere Infos

Bernhard Küppers (1934 - 2008): Beharrlichkeit und Witz

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 14.08.2008 | Auf Publizität hat Bernhard Küppers nie Wert gelegt - deshalb blieben die meisten seiner gut 35 großen Bauentwürfe als Leitender Baudirektor der Stadt Bottrop unveröffentlicht, oft auch unbeachtet selbst in der eigenen Stadt. Überragende Bedeutung für die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts kommt seinem Hauptwerk zu, dem Museum Quadrat Bottrop. Bernhard Küppers, der am 30. Mai dieses Jahres verstarb, wurde beigesetzt auf dem Friedhof Grafenwald in Bottrop-Kirchhellen, wo er das Eingangs-Tor und die Friedhofs-Kapelle gestaltet hatte. weitere Infos

Karl Band (1900 – 1995) - Der Wiederaufbau Kölns

 (Foto kann per Mausklick vergrößert werden) 10.06.2008 | Die Stadt Köln wäre ohne die Arbeit des Architekten Karl Band nicht dieselbe. Dies betrifft nicht nur das Rathaus, dessen Wiederaufbau mit neuer Ergänzung er 1960 bis 72 betreute. Das betrifft auch die Konzeption der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg insgesamt. Bereits 1945 trat er mit einer Denkschrift zum Wiederaufbau Kölns an die Öffentlichkeit und begleitete die Erneuerung der Stadt als Stadtrat. Sein Nachlass im Stadtarchiv Köln wird derzeit aufbereitet. weitere Infos

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