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Gemeinschaftsorientiertes Wohnen

Der Architekt als Berater, Initiator und Moderator

Nahaufnahme zweier Hände beim zeichnenIn der Regel gibt es zwei Wege, auf denen Architekten zum Thema „Gemeinschaftsorientiertes Wohnen“ finden. Oft haben sich potenzielle Bauherren bereits gefunden und zusammengeschlossen. Auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück oder einem passenden Bestandsgebäude sowie nach einem qualitätvollen Planungskonzept fällt ihre Wahl auf einen Architekten als Berater. In diesem Fall ist es Aufgabe des Architekten, die besonderen Wohnwünsche abzufragen, bei der Suche nach einem Grundstück zu helfen und die Wünsche in ein entsprechendes Planungskonzept einfließen zu lassen.

Immer häufiger entschließen sich Architektinnen und Architekten aber auch dazu, ein Gemeinschaftswohnprojekt selbst zu entwickeln. Dadurch können sie sich einen Auftrag verschaffen und die Weichen für ein ambitioniertes Projekt stellen. In diesem Fall sind Architekten dann auch Initiatoren und Projektentwickler. Sie begeben sich auf die Suche nach Interessierten, bringen diese an einen Tisch und fragen Bedürfnisse und Vorstellungen ab.

In beiden Fällen ist der Architekt Moderator. Er kann bereits im Gründungsprozess einer Bauherrengemeinschaft wertvolle Erfahrungen einbringen. Und er stimmt besondere Wohnwünsche und Ideen mit den Möglichkeiten ab. Letztlich wird das Ganze in einen geordneten Planungsprozess münden. Das Ergebnis ist ein Objekt, das den individuellen Wünschen und Bedürfnissen eines jeden Mitglieds der Bauherrengemeinschaft entspricht. Je nach den Wünschen der Bauherren oder der Ausgangssituation werden sich Architekten mit einzelnen Aspekten des vorgenannten Prozesses in besonderer Weise auseinandersetzen oder übernehmen nur Teilleistungen.


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