Gemeinschaftsorientiertes Wohnen
Standortsuche
Die Frage nach dem passenden Grundstück bereitet Bauherrengemeinschaften oft Schwierigkeiten. Zwar wird es in der Praxis häufig vorkommen, dass einer der Bauherren bereits ein Grundstück besitzt. Doch das ist nicht die Regel.
Werden Architekten mit der Suche nach einem passenden Grundstück betraut, so ist wichtig, dass Motto des Planungskonzepts (z. B. „Familienfreundlich wohnen auf dem Land“, „Innerstädtisches Mehrgenerationenwohnen“) und Zusammensetzung der Bauherrengemeinschaft feststehen.
Bei der Standortsuche kommen nicht selten die Kommunen ins Spiel, die in der Regel wissen, wo freie und bebaubare Grundstücke liegen. Je nach Organisation finden sich im Stadtplanungsamt, im Wohnungsamt, im Liegenschaftsamt, im Katasteramt oder im Bauordnungsamt Ansprechpartner. Sie können auch klären ob bereits Netzwerkstrukturen für die Vermittlung der Interessenten bestehen. Gibt es diese nicht, nützt es gegebenenfalls, wenn Architekten solche Strukturen vor Ort direkt anregen.
Überhaupt können Kommunen mit einer Verbesserung der Rahmenbedingungen Bauherrengemeinschaften unterstützen. Argumente dafür gibt es genug:
- Die mit sozialem und gestalterischem Anspruch entwickelten Projekte stellen eine echte Alternative zu den üblichen Investorenprojekten dar und sollten durch lokale Netzwerke gefördert werden.
- Es liegt im Interesse aller Kommunen, gemeinschaftsorientierte Projekte zu fördern und durch einen Moderationsprozess Angebot und Nachfrage zueinander zu bringen.
- Die Baulandpolitik in den Kommunen ist von besonderer Bedeutung für die qualitative Stadtentwicklung. Da die von Bauherrengemeinschaften für gemeinschaftsorientiertes Wohnen entwickelten Projekte besondere inhaltliche, architektonische und ökologische Profile mit sich bringen, kann es möglicherweise sogar im Interesse der Kommune liegen, hierfür selbst günstiges Bauland zur Verfügung zu stellen.
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