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Gemeinschaftsorientiertes Wohnen
Tipps für das Planen und Bauen mit Bauherrengemeinschaften
- Das Planen für Bauherrengemeinschaften kann zeitintensiv und langwierig sein. Architekten, die sich auf das Planen und Bauen für Bauherrengemeinschaften spezialisieren, sollten ein gewisses Maß an Diskussionsfreude mitbringen.
- Bauherrengemeinschaften setzen sich in der Regel aus Laien zusammen. Ein Architekt benötigt daher für eine erfolgreiche Zusammenarbeit die Fähigkeit, seine Ideen Laien verständlich zu vermitteln.
- Es empfiehlt sich, möglichst schnell grundlegende Randbedingungen festzulegen. Eine Möglichkeit: Die Gruppe nach einem gemeinsamen Ziel zu fragen (z. B. „Familienfreundliches Wohnen“, „Generationenübergreifendes Wohnen“). Dieses dient dann in der Planungsphase als Leitfaden.
- In der Gründungsphase benötigt ein Architekt als Berater von Bauherrengemeinschaften juristisches und wirtschaftliches Fachwissen. So werden die Mitglieder der Baugruppe Gesellschaftsverträge zu schließen haben, um Risiken zu minimieren und als Auftraggeber fungieren zu können.
- Bauherrengemeinschaften sind grundsätzlich aufgeschlossener gegenüber neuen Ideen als Bauträger. Architekten können also durchaus experimentellere Ansätze wagen (neue Architekturformen, innovative Energiekonzepte oder ökologische Standards).
- Da die Planungsphase Zeit in Anspruch nehmen kann, empfiehlt es sich bei der Grundstücksuche darauf zu achten, dass ein Grundstück über einen längeren Zeitraum reserviert werden kann. Vor allem Kommunen machen dies oft möglich.
- Insgesamt ist der zeitliche Aufwand nicht zu unterschätzen. Wichtig ist, von Anfang an für spezielle Beratungs- und Moderationsaufgaben eine entsprechende Vergütung festzulegen. Ebenso sollte der Architekt seinen Zuständigkeitsbereich abstecken, damit er als zentraler Ansprechpartner für die Bauherrengemeinschaft nicht „Mädchen für alles“ wird
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