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AKNW auf dem Bildungspartnerkongress

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    Architektin Ursula Thielemann (3. v. l.) und AKNW-Pressesprecher Christof Rose (m.) diskutierten mit Schülern und interessierten Pädagoginnen im Workshop „Architektur macht Schule!“ – Foto: Architektenkammer NRW

Unter dem Titel „Gutes Morgen! Zukunft wird von uns gemacht“ stand der 7. Bildungspartnerkongress am 13. Oktober ganz im Zeichen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Die alle zwei Jahre von „Bildungspartner NRW“ durchgeführte Fachtagung führt Pädagogen und Lehrer mit den Anbietern von außerschulischen Lernorten zusammen. Die Architektenkammer NRW ist noch informeller Partner, hatte aber in diesem Jahr erstmals die Gelegenheit, ihr Aktionsprogramm „Architektur macht Schule!“ im Rahmen eines Workshops auf dem Kongress im Essener „Haus der Technik“ vorzustellen.

„Es geht uns darum, schon Kinder und Jugendliche für ihre gebaute Umwelt zu sensibilisieren und sie für die Auseinandersetzung mit Architektur zu begeistern“, erklärte Christof Rose, Abteilungsleiter „Presse + Kommunikation“ der Architektenkammer NRW, in einem der zahlreichen Workshops des Kongresses vor rund einem Dutzend Teilnehmern.

Rose stellte die verschiedenen Projektreihen, Unterrichtsmaterialien und Veranstaltungsformate vor, mit denen die AKNW sich an Schulen engagiert bzw. mit denen die Kammer ihre Mitglieder für konkrete Unterrichtsreihen an Schulen ausrüstet - von der „Kammer in der Schule“-Reihe über die rund 20 „Kultur & Schule“-Unterrichtsreihen in jedem Schuljahr bis hin zu Ausstellungen, Architekturführungen für Kinder und Sonderaktionen in Kooperation mit Museen. „Architektur und Stadtplanung sind Themenfelder, die interdisziplinär arbeiten und deshalb in ganz unterschiedlichen Unterrichtsfächern angedockt werden können“, betonte der Pressesprecher der AKNW.

Konkrete Beispiele für Unterrichtsprojekte stellte dann Ursula Thielemann (Recklinghausen) vor. Die Architektin hat sich mit ihrer Akademie „Kunst & Architektur“ auf das Thema „Architekturvermittlung“ spezialisiert und bereits eine Vielzahl von Schüler-Projekten durchgeführt. „Es geht darum, Kindern einen ästhetischen Zugang zu ihrer gebauten Umwelt zu verschaffen und ihre Kreativität zu fördern“, beschriebt Ursula Thielemann das gemeinsame Ziel.

Die an dem Workshop teilnehmenden Lehrerinnen bekräftigten, dass die Behandlung von Architekturthemen im Unterricht ein Erfolg versprechender Ansatz ist, um junge Leute zu analytischen, zugleich aber auch kreativem Denken anzuregen.

Das Schwerpunktthema des diesjährigen „Bildungspartnerkongresses“ passte dabei sehr gut: Der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Ute Stoltenberg von der Leuphana Universität Lüneburg zeigte auf, warum eine Bildung für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Querschnittsaufgabe des schulischen und außerschulischen Lehrens und Lernens ist; und warum es sich lohnt, diese im Rahmen der Kooperationen von Schulen und außerschulischen Partnern zu fördern.

„Zu denen Themen, die wir hier gemeinsam bearbeiten können, gehören auch Stadtentwicklung, Mobilität und das Leben im Quartier“, so Prof. Stoltenberg. Schüler müssten zu Projekten angeregt werden, die sich mit den großen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit befassten. - Das beginne oft in den eigenen vier Wänden.

www.architektur-macht-schule.de

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