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Ifo-Architektenumfrage: Lage in NRW unterdurchschnittlich

Nach den Ergebnissen der ifo Architektenumfrage ist die Lage der Architektinnen und Architekten in NRW gegenwärtig schlechter als im Bundesdurchschnitt. Im übrigen Deutschland herrschte ein erkennbar günstigeres Klima vor.

Die befragten NRW-Architekturbüros beurteilten ihre Auftragssituation im ersten Quartal 2012 ungünstiger als im Vorquartal. Ein Viertel der Umfrageteilnehmer stufte sie inzwischen als „schlecht“ ein (4. Quartal 2011: 16 %); der Anteil der positiven Meldungen stieg weniger stark von 28 auf 33 %.

Im gesamtdeutschen Durchschnitt waren die Architekten mit ihrer aktuellen Auftragslage zufriedener. Die Geschäftsaussichten haben sich aufgehellt. 19 % der Befragten erwarteten eine „eher günstigere“ Entwicklung in den kommenden sechs Monaten – nach 11 % in der Vorperiode. Der Anteil der skeptischen Stimmen erhöhte sich ebenfalls, jedoch lediglich um 3 Prozentpunkte auf 15 %.55 % der befragten nordrhein-westfälischen Architekturbüros konnten im vierten Quartal 2011 neue Verträge abschließen (Vorquartal: 51 %). Die gesamtdeutsche Abschlussquote lag bei 57 %.

Mit den Auftragsreserven vom 31. Dezember 2011 werden die Architekturbüros 5,5 Monate beschäftigt sein (Ende September 2011: 5,1 Monate). Deutschlandweit stiegen die Auftragsbestände im Verlauf des 4. Quartals 2011 von 5,7 auf 6,0 Monate. Gemessen an den gesamtdeutschen Auftragspolstern kann die Auftragslage in Nordrhein‐Westfalen damit als merklich unterdurchschnittlich bezeichnet werden.

Dateien:

Grafiken ifo-Umfrage ()
Autor: L. Dorffmeister