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ifo-Umfrage 2. Quartal 2015: Geschäftsklima in NRW weiterhin unter bundesweitem Niveau

Nach den Ergebnissen der Architektenumfrage des ifo-Instituts hat sich das Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten in Nordrhein-Westfalen im zweiten Quartal 2015 deutlich verschlechtert. Deutschlandweit war die Stimmung besser.

Die befragten Architektinnen und Architekten bewerteten im Vergleich zum vorangegangenen Quartal ihre aktuelle Auftragslage zurückhaltender. Zwar stuften inzwischen 32 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre derzeitige Auftragssituation als „gut“ ein (Vorquartal: 30 %); der Anteil der negativen Stimmen erhöhte sich jedoch gleichzeitig von 23 auf 29 Prozent. Bundesweit fielen die Urteile zur Auftragssituation erheblich günstiger aus.

Auch die Geschäftsperspektiven haben sich spürbar eingetrübt. Nur noch 15 Prozent der Befragungsteilnehmer – nach 26 Prozent im vorherigen Quartal – erwarteten eine „eher günstigere“ Entwicklung in den nächsten sechs Monaten; der Anteil der pessimistischen Einschätzungen erhöhte sich zugleich von 14 auf 19 Prozent.

In Nordrhein-Westfalen verzeichneten im ersten Quartal 2015 46 Prozent der befragten Architekten neue Planungsaufträge (Vorquartal: 47 %). Die gesamtdeutsche Abschlussquote lag bei 56 Prozent; in der Vorperiode betrug sie 53 %.

Bis zum Beginn des zweiten Quartals 2015 verharrten die Auftragsbestände bei 5,1 Monaten. Der Durchschnittswert für alle befragten Architekturbüros in Deutschland blieb zugleich unverändert bei 6,2 Monaten. In Nordrhein-Westfalen verfügten die Architekten damit weiterhin über klar unterdurchschnittlich große Auftragspolster.

Grafik zur ifo-Umfrage zum 2. Quartal 2015 (PDF)

Autor: M. Kocijan