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ifo-Umfrage: Auftragslage in NRW unterdurchschnittlich

Im vierten Quartal 2011 hat sich der Geschäftsklimaindikator für Nordrhein‐Westfalen eingetrübt. Die teilnehmenden Architekten waren mit ihrer aktuellen Auftragssituation unzufriedener als in der Vorperiode. Nur noch 28 % der Umfrageteilnehmer bezeichneten ihre Auftragslage als „gut“ (Vorquartal: 37 %).

Weniger stark sank der Anteil der negativen Meldungen (um 3 Prozentpunkte auf 16 %). Damit wurde die derzeitige Auftragssituation erneut ungünstiger bewertet als im Bundesdurchschnitt.  

Hinsichtlich der Geschäftsperspektiven für die nächsten sechs Monate halten sich skeptische und zuversichtliche Stimmen in etwa die Waage. 11 % der Befragten – nach 19 % im vorangegangenen Quartal – erwarteten eine „eher günstigere“ zukünftige Auftragssituation. Der Anteil der pessimistischen Einschätzungen lag bei 12 % (Vorquartal: 13 %). 

51 % der befragten Architektinnen und Architekten in Nordrhein‐Westfalen berichteten über neue Planungsaufträge im Verlauf des dritten Quartals 2011 – nach 57 % im Vorquartal. Deutschlandweit konnten 54 % der Architekturbüros Vertragsabschlüsse vorweisen (Vorquartal: 55 %). Die Auftragsbestände sanken bis zum Ende des dritten Quartals 2011 erheblich von 7,3 auf 5,1 Monate. Der Durchschnittswert für alle befragten Architekturbüros in Deutschland betrug 5,7 Monate (Vorquartal: 6,1 Monate). Gemessen an den gesamtdeutschen Auftragspolstern kann die Auftragslage in Nordrhein‐Westfalen somit als merklich unterdurchschnittlich bezeichnet werden.

Dateien:

ifo-Umfrage 4. Quartal 2011 ()
Autor: L. Dorffmeister