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Vernissage: Viele kommen # AUF DIE PLÄTZE!

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    Ausstellungsmacher (v. l.): Markus Lehrmann (AKNW-Hauptgeschäftsführer), Marc und Nicole Maurer (Maurer United Architects), Prof. Rolf-Egon Westerheide (AKNW-Projektgruppe), Ernst Uhing (AKNW-Präsident), Jeannette Merker (EINSATEAM, Berlin), Matthias Lill (AKNW-Projektgruppe) und Laura Raber (EINSATEAM) - Fotos: Thilo Saltmann

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    Eine Ausstellung, die zur Diskussion anregt: Zur Vernissage kamen mehr als 100 Interessierte ins Haus der Architekten

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    "Öffentlicher Raum ist ein sensibles Gut", erläuterte AKNW-Präsident Ernst Uhing in seiner Rede den Hintergrund der Ausstellung

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    Empfang der Gäste vor dem Haus der Architekten, wo das Begleitmobil der Ausstellung, eine Piaggio Ape, als Bar fungierte

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    Ernst Uhing mit Künstler Mischa Kuball (l.) und dem Duplikat der Vase seines Kunstprojekts "les fleurs du mal"

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    Die Ausstellung ist bis zum 30. Oktober 2017 im Haus der Architekten zu sehen und geht danach auf Wanderschaft

Der öffentliche Raum ist das Beste, was unsere Städte zu bieten haben.“ Mit diesem Zitat der Architekturjournalistin Laura Weißmüller führte Jeannette Merker, Leiterin der Agentur EINSATEAM (Berlin), am 5. September in die Ausstellung „# AUF DIE PLÄTZE! Stadt braucht Räume“ ein. Rund 100 Gäste kamen zur Eröffnung des neuen Projektes der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, in dem sich die Kammer intensiv mit der Zukunft des öffentlichen Raumes in unseren Städten beschäftigt. „Öffentlicher Raum ist ein sensibles Gut“, erläuterte AKNW-Präsident Ernst Uhing den Hintergrund der Ausstellung, die um dezentrale Veranstaltungen in den meisten Regionen unseres Landes ergänzt wird. In Zeiten der Digitalisierung, des demografischen Wandels und der zunehmenden Ökonomisierung städtischer Räume stelle sich die Frage, wie Stadtplaner und Landschaftsarchitekten gemeinsam mit den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern attraktive, funktionale und lebendige Plätze planen bzw. bestehende öffentliche Räume zukunftsfest umgestalten können.

„Öffentlicher Raum ist immer eine Ko-Produktion!“ In dieser Aussage waren sich Kuratorin Jeannette Merker und Kammerpräsident Ernst Uhing einig. Beteiligt sind viele Disziplinen, Politik und Bürgerschaft. Die Ausstellung „# AUF DIE PLÄTZE!“ zeigt deshalb nicht in erster Linie einzelne Objekte, sondern stellt am Beispiel von elf aktuellen Projekten der Platz(neu)gestaltung und des öffentlichen Stadtraums dar, welche Handlungsfelder gegenwärtig bestehen. Zugleich leiten die Ausstellungsmacher zehn „Positionen und Empfehlungen“ ab, die Orientierung für das weitere „Platzmachen“ in NRW und darüber hinaus geben können. Beantwortet werden dabei folgende Leitfragen: Was kennzeichnet städtebauliche Robustheit öffentlicher Räume, und wie lässt sie sich herstellen? Wie kann räumliche Planung auf gesellschaftliche Tendenzen sowie politische und wirtschaftliche Veränderungen reagieren? Und wie kann der öffentliche Raum multifunktionalen Anforderungen gerecht werden?

In Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Planungsaufgaben im öffentlichen Raum bearbeitet und realisiert worden. „Nach der Analyse einer großen Zahl von Projekten konnten wir feststellen: Erfreulicherweise haben viele Politiker, Kommunalverwaltungen, Gewerbetreibende und Bürger mittlerweile verstanden, welch hohen Stellenwert öffentliche Räume für die Wohn- und Lebensqualität in unseren Städten haben“, konstatierte Matthias Lill, Landschaftsarchitekt und Mitglied der AKNW-Arbeitsgruppe „# AUF DIE PLÄTZE!“, in seiner Ansprache zur Ausstellungseröffnung. „Der Trend geht eindeutig in Richtung hochwertig gestalteter Plätze und Grünräume mit hoher Aufenthaltsqualität - auch bei der Beteiligung von Investoren.“

Die Ausstellung läuft bis zum 30. Oktober im „Haus der Architekten“ und lädt dazu ein, die aktuelle Bedeutung öffentlicher Räume und ihre Potenziale interdisziplinär und im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Anregungen dazu bietet auch ein vielfältiges Begleitprogramm, mit dem im September dezentral zu Veranstaltungen auf Plätze und in öffentliche Räume in allen nordrhein-westfälischen Regionen eingeladen wird. Es ist vorgesehen, die Ausstellung an weiteren Orten in NRW zu zeigen - u. a. im Rahmen der „Baufachtage West“ vom 10. bis 12. Januar 2018 in der Messe Essen. 

# AUF DIE PLÄTZE bis 30. Oktober im „Haus der Architekten“. Weitere Informationen zu Ausstellungsprojekt und Begleitprogramm finden Sie hier.

Autor: Christof Rose