« zurück

Vorstand: Kammern setzen Standards

Das Planungsinstrument „Building Information Modeling“ (BIM) war eines der Kernthemen der Sitzung des AKNW-Vorstands im Oktober. „Es geht darum, für die Zukunft sicher zu stellen, dass den Architekten die Systemführerschaft innerhalb von BIM-Planungs- und Bauprozessen obliegen muss“, stellte der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Ernst Uhing, fest. Der Kammervorstand tagte in München - am Rande der Immobilienmesse „Expo Real“.

Die Architektenkammer NRW nutzte die größte deutsche Immobilienmesse unter anderem dazu, um auf dem zentralen nordrhein-westfälischen Landesstand die neue Publikation „BIM für Architekten - Leistungsbild, Vertrag, Vergütung“ vorzustellen (vgl. nebenstehenden Bericht). „In einer Talkrunde konnten wir zugleich vor interessiertem Fachpublikum heraus stellen, dass die deutschen Länderkammern sich bereits auf einen gemeinsamen BIM-Standard für die Fortbildung geeinigt haben“, berichtete Vorstandsmitglied Martin Müller, der als Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer (BAK) dafür kämpft, bundesweit einheitliche Standards zu entwickeln.

Der Vorstand begrüßte das konzertierte Vorgehen mit der BAK und weiteren Länderkammern und bekräftigte, dass die Architektenkammer NRW das Thema „Building Information Modeling“ weiter vorantreiben werde. „Es sind gegenwärtig zahlreiche Akteure in diesem Feld unterwegs, um das Thema zu besetzen“, erklärte auch Klaus-Dieter Grothe, Geschäftsführer der Akademie der Architektenkammer NRW. Aus diesem Grund sei es wichtig, heute mit einer weiteren, aktualisierten BIM-Publikation und mit Seminarpaketen auf den Markt zu treten. Ein erstes Fortbildungsangebot werde in NRW zum Jahreswechsel angeboten werden können.

Konstruktive politische Gespräche

Als „offen und sehr konstruktiv“ schilderte Präsident Ernst Uhing dem Vorstand die ersten Gespräche mit Vertretern der Landesregierung und des Landtagsausschusses „Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen“. Insbesondere Heimat- und Baumministerin Ina Scharrenbach habe sich bereits in mehreren Gesprächen sehr interessiert an der Einschätzung der Architektenkammer zu Fragen rund um die weiter diskutierte Novellierung der Landesbauordnung gezeigt. „Dass Ministerin Scharrenbach am 14. Oktober vor der Vertreterversammlung der AKNW sprechen will, ist ein deutliches Zeichen dieser gegenseitigen Wertschätzung“, war sich der Kammervorstand einig. Ein positives Fazit zog Ernst Uhing auch unter sein intensives Gespräch mit dem neuen baupolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Stephen Paul.

Starke Ausstellungen in 2018
Einstimmig verabschiedete der Vorstand den Vorschlag der Geschäftsstelle für die Ausstellungen, die im Jahr 2018 im Haus der Architekten präsentiert werden sollen. Neben den Ergebnissen des „Gestaltungspreis 2017“ der Wüstenrot Stiftung zum Thema „Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz“ sowie dem „Schulbaupreis 2018“ der AKNW und können sich Kulturfreunde auch auf eine Fotoausstellung mit Arbeiten von Marcus Schwier und ein „Best of“ aus zehn Jahren der Projektreihe „Architektur und Film“ freuen.

Autor: Christof Rose