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Landeswettbewerb: "Erfahrung, Systematik, Offenheit!"

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    Reinhard Gerlach (re.) - Foto: Sven Neidig/AKNW

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Das Büro pbs architekten aus Aachen ist beim Landeswettbewerb 2017 "Qualität in Serie" für seinen Entwurf mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden. Reinhard Gerlach von pbs architekten über seine Strategie bei Wettbewerben und den Charme des Siegerentwurfs für Essen

Herr Gerlach, pbs architekten sind regelmäßig bei Wettbewerben erfolgreich und haben auch schon mehrfach Preise bei Landeswettbewerben erringen können. Haben Sie eigentlich ein spezielles Rezept dafür, die Jurys zu überzeugen?
Als mittelgroßes Büro, das seit 30 Jahren im Wohnungsbau aktiv ist, haben wir sicherlich große Erfahrungen mit dieser Aufgabenstellung. Unsere besondere Stärke ist vermutlich, dass wir bürointern immer in Alternativen denken. Für das Verfahren zum Landeswettbewerb 2017 haben wir etwa zehn verschiedene Konzepte erarbeitet und diskutiert und auch Arbeitsmodelle gebaut. Letztlich setzt sich dann der beste Ansatz durch. Wir nehmen gewissermaßen die Jurysitzung vorweg. Das scheint ein gutes Vorgehen zu sein.

Für die Wohnsiedlung an der Bäuminghausstraße sollte ein besonderer Schwerpunkt auf dem seriellen Bauen liegen. Wie haben Sie das in Ihrem Entwurf berücksichtigt?
Wir haben in unserem Entwurf drei Lösungsstrategien angeboten, nämlich Schottenbauweise, deckengleiche Pilzkopfstützen sowie die Arbeit mit vorelementierten Raumzellen. Welche Bautechnik letztlich umgesetzt wird, können wir nicht wirklich vorgeben, denn das hängt - nach meiner Erfahrung - ganz entscheidend von den beteiligten Bauunternehmen ab. Viele große Baufirmen haben bestimmte Systeme, die sie anbieten können und mit denen die Baukosten durch hohe Stückzahlen gesenkt werden können. Unser Entwurf lässt verschiedene Varianten zu.

Die Auslober des „Landeswettbewerbs 2017“ haben angekündigt, auch die weiteren Preisträger des Verfahrens nach Möglichkeit mit Teilaufträgen in die Realisierung der neuen Wohnsiedlung einzubinden. Was halten Sie von diesem Vorgehen?
Für uns ist es ein schöner Erfolg, dass unser städtebauliches Konzept überzeugt hat und dass unsere Innovationsvorschläge für mögliche serielle Bautechniken positiv eingeschätzt werden. Dass ein so großes Bauvorhaben auf mehrere Architekturbüros aufgeteilt wird, fördert zweifellos die Vielfalt des Gesamtprojektes, zumal es sich ja ausweislich des Wettbewerbsverfahrens um Kolleginnen und Kollegen handelt, die wir sehr schätzen. Unser Entwurf war von vornherein so angelegt, dass die Realisierung in Bauabschnitten erfolgen kann. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und darüber, dass der Landeswettbewerb nicht nur einen, sondern fünf Gewinner hervorgebracht hat.

www.pbs-architekten.de

Lesen Sie hierzu auch den Bericht von der Preisverleihung.

Autor: Interview: Christof Rose