« zurück

Schlaun-Preis: Studierende und junge Planer ausgezeichnet

  • Bild 1 von 1

    Preisverleihung am 7. Mai im altehrwürdigen Erbdrostenhof von Johann Conrad Schlaun in Münster. Michael Arns (3. v. l.), Vizepräsident der Architektenkammer NRW, gratulierte den jungen Preisträgerinnen und Preisträgern im Namen der AKNW - Foto: © Wilhelm Walterscheid, Münster

Anlässlich des „Schlaun-Festes“ übergab das Schlaun-Forum am 7. Mai im Erbdrostenhof in Münster seinen aktuellen Preis an junge Städteplaner, Architekten und Bauingenieure. Thema des diesjährigen Preisverfahrens war die Neugestaltung des heterogenen Stadtteils „Aachen Nord“. Neben Ideen zur städtebaulichen Planung dieses schwierigen Stadtteils waren die junge Leute auch aufgefordert worden, Überlegungen zur künftigen Nutzung der „Garbe-Lahmeyer-Halle“ zu entwickeln und einen Aussichtsturm im Wettbewerbsgebiet zu entwerfen.

Der Studentenwettbewerb war auf breite Resonanz gestoßen: Unter dem Vorsitz von Prof. Martin Korda aus Münster bewertete die Jury 106 Arbeiten von 42 Hochschulen und Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum. „Die dargestellten Leistungen und Ideen der abgegebenen Arbeiten waren sehr beeindruckend und überzeugend“, so Martin Korda.

Die Architektenkammer NRW unterstützt den Schlaun-Preis als Kooperationspartner. AKNW-Vizepräsident Michael Arns, dankte im Rahmen der Preisverleihung dem Schlaun-Forum für die kontinuierliche Entwicklung dieses Verfahrens, das im gesamten deutschsprachigen Raum Anerkennung finde. „Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen befürwortet die Durchführung von Architektenwettbewerben“, betonte Arns. „Der Schlaun-Ideenwettbewerb gibt Studierenden und jungen Planern die Chance, Erfahrungen im Wettbewerbswesen zu sammeln.“

NRW.BANK-Vorstandsmitglied Dietrich Suhlrie bekräftigte, dass sein Haus gerne den wissenschaftlichen Nachwuchs fördere und deshalb seit Beginn beim Schlaun-Wettbewerb als Kooperationspartner engagiert sei. „Der Ideenwettbewerb ermöglicht es talentierten jungen Planern, ihre Ideen und Konzepte zur Stadt- und Regionalentwicklung zu präsentieren.“

In diesem Jahr waren die Stadt Aachen und die NRW.BANK Hauptförderer. Darüber hinaus unterstützten die LVM Versicherung, die WSG Wohnungs- und Siedlungs-GmbH, der MAIV (Münsterländer Architekten- und Ingenieurverein e.V.) und der DAI (Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e. V.) die Auslobung 2016/17. „Der Schlaun-Ideenwettbewerb für Studierende und junge Planer in den Fachrichtungen Städtebau, Architektur und Bauingenieurwesen ist im deutschsprachigen Raum inzwischen etabliert und eine feste Größe“, freute sich Dr. Wolfgang Echelmeyer, Sprecher des Schlaun-Forums e.V., auf der Preisverleihung.

Der erste Preis wurde geteilt. Ausgezeichnet wurden Marcel Tröger, Mathias Maurerlechner und Karolina Hasenstab von der TU Berlin sowie Sarah Wolter und Thomas Klinkhammer von der RWTH Aachen. Im Fachbereich Architektur musste für die rund 180 m lange „Garbe-Lahmeyer-Halle“ eine neue Verwendungsmöglichkeit entwickelt werden. Der erste Preis dafür ging an Maria Shadrova von der RWTH Aachen.

Schließlich musste im Fachbereich Bauingenieurwesen ein ca. 25 bis 30 Meter hoher Turm im Wettbewerbsgebiete entworfen werden. Hier setzten sich Kai Stefan Allmendinger, Dominik Eichelsdörfer, Christian Gahn und Stefan Lukas Seeber von der Hochschule Coburg durch.

Autor: Volker Busen / Christof Rose