Tag der Architektur 2009

Tag der Architektur 2009„Zeichen setzen“

Als der „öffentlichsten aller Künste“ kommt der Architektur schon grundsätzlich ein zeichenhaftes Wesen zu. Jedes Bauwerk, das an allgemein zugänglichen Orten errichtet wird, tritt in einen Dialog mit der Öffentlichkeit und ist ein weiterer Mosaikstein in unserer gebauten Umwelt.

Mit dem offensiven Motto „Zeichen setzen!“ laden am 27. und 28. Juni 2009 Architektinnen und Architekten mit ihren Bauherren alle Interessierten dazu ein, sich neue und erneuerte Bauten sowie Parks, Gärten und Plätze vor Ort anzusehen. Der Tag der Architektur bietet dabei allein in Nordrhein-Westfalen ein Programm, das es in dieser Größenordnung und Vielfalt noch nicht gegeben hat: An 539 Bauwerken in 185 Städten und Gemeinden werden die Türen weit geöffnet sein, um Besucher zu empfangen. Die nordrhein-westfälischen Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner wollen am Tag der Architektur ganz gezielt das Signal aussenden, dass sie sich einen lebendigen Austausch mit Architekturfreunden und Bauinteressierten wünschen. Denn Baukultur lebt vom Dialog.

Die Vielfalt der am Tag der Architektur 2009 präsentierten Objekte spiegelt nicht nur die Bandbreite des Dienstleistungsangebotes der Architekten und Stadtplaner wider - sie ist zugleich auch der Grund dafür, dass mittlerweile alljährlich über 40.000 Interessierte in NRW den Tag der Architektur nutzen, um neue Wohnhäuser und öffentliche Bauwerke, Bürobauten und Produktionsstätten, Grünanlagen und Gärten, Quartiere und Plätze kennen zu lernen und um den Austausch mit Architekten und Investoren zu suchen. Der Tag der Architektur bietet einen Blick hinter die Gebäudefassaden - und weitet damit den Blick für neue Perspektiven, Erfahrungen und Erkenntnisse. In lockerer Atmosphäre können Gespräche über Architektur geführt werden und zugleich Eindrücke und Inspirationen für eigene Projekte gefunden werden.

Der Tag der Architektur ist immer auch ein Spiegel gesellschaftlicher Strömungen und Entwicklungen. Wenn Sie diesen Objektkatalog durchblättern, wird Ihnen auffallen, dass sich das Thema „Energetisch optimiertes Bauen“ wie ein roter Faden durch die dargestellten Bauwerke zieht. Das betrifft nicht nur Neubauten, sondern in bemerkenswertem Umfang auch Sanierungs- und Modernisierungsprojekte. Auch für aktuelle Themen wie „Barrierefreies Bauen“, „Umnutzung von Sakralbauten“ und „Optimierung von Schulgebäuden“ finden sich zahlreiche Beispiele. Dabei geht es nicht darum, Großes und Spektakuläres zu zeigen. Für viele Besucherinnen und Besucher sind gerade scheinbar alltägliche Bauaufgaben von großem Reiz, weil sie als Anregung und Inspiration für eigene Projekte dienen können.

Das Gespräch vor Ort, die Diskussion über eine konkrete Baumaßnahme und der Austausch von Erfahrungen sind die Elemente, die den Tag der Architektur auch in diesem Jahr - bei uns in NRW bereits zum 14. Mal - zu einem beeindruckenden Erlebnis für alle Architektur-Interessierten machen werden. Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW hat den Tag der Architektur als wichtigen Beitrag zur Baukultur in unserem Land erkannt und zu einem ihrer Projekte ernannt.

Ich lade Sie herzlich dazu ein, das Angebot zum Dialog mit Architekten und ihren Auftraggebern zu nutzen und sich am 27. und 28. Juni von neuer Architektur in unserem Land begeistern zu lassen!

In diesem Sinne grüßt Sie herzlich
Ihr

Hartmut Miksch
Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen