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Haus der Architekten

Grußwort zum „Haus der Architekten“ im Medienhafen

von Ulrich Schmidt,
Präsident des Landtags Nordrhein Westfalen

Wenn die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen im Herbst 2002 das „Haus der Architekten“ im Düsseldorfer Medienhafen bezieht, bekommt der Landtag Nordrhein-Westfalen einen guten neuen Nachbarn. Ich gratuliere der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen herzlich zum Einzug ins neue Domizil, das als Informations- und Kommunikationszentrum für alle Architektur-Interessierten in unserem Land dienen soll, und freue mich sehr auf „gute Nachbarschaft“.

Der Landtag sucht immer wieder den breiten Sachverstand der Architektenkammer im Rahmen von Gesetzesverfahren. Und so bietet die Veröffentlichung dieser Schrift die hervorragende Gelegenheit, der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen im Namen des Parlaments dafür zu danken, dass sie sich stets als kritisch-kompetente "Beraterin" zur Verfügung gestellt hat, zum Beispiel mit ihrer fundierten Stellungnahme zum Entwurf des Gesetzes über den “Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW”. Mein Dank für diese keineswegs selbstverständliche Unterstützung gilt ihr auch schon heute für die Zukunft.

Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist ohne Zweifel eine engagierte Institution, die die Interessen seiner Mitglieder mit Vehemenz vertritt. Aber das ist es nicht allein, was sie auszeichnet. Sie nimmt darüber hinaus in einer Art „Vordenker-Rolle“ auch an der gesellschaftlichen und politischen Diskussion über Angelegenheiten aktiv teil, die ihr Betätigungsgebiet tangieren, zum Beispiel durch die Veröffentlichung von Festschriften, so zuletzt anlässlich des 30. Jahrestages der Vertreterversammlung.

Von den vielfältigen Aufgaben der Architektenkammer möchte ich an dieser Stelle nur eine erwähnen, denn der Landtag hat daraus einen ganz besonderen Nutzen erfahren: die Förderung von Architektenwettbewerben. Durch einen Architektenwettbewerb ist der Landtag zu seinem heutigen Gebäude gekommen, und dieses Gebäude hat nicht nur für die Stadt Düsseldorf, sondern auch für die Parlamentsarchitektur in Deutschland neue Zeichen gesetzt.

Die eigenverantwortliche Erfüllung von Aufgaben durch die Architektenkammer als Selbstverwaltungsinstitution entlastet den Staat im erheblichen Maße und trägt zur Stärkung der Demokratie bei. Bürgerinnen und Bürger, die über ihre Angelegenheiten selbst entscheiden können, identifizieren sich mit ihren Institutionen, und letztendlich auch mit dem Staat, der diese Institutionen schafft und unterstützt.

Wie wichtig Demokratie und Partizipation der Bürger ist, hat wiederholt die Geschichte gezeigt. Heute kommt es mehr denn je darauf an, den Rechtsstaat und die Demokratie zu bewahren und auszubauen.

Zu alledem leistet die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen einen wichtigen Beitrag. Sie wird ihr gesellschaftspolitisches Engagement fortführen, ab Herbst 2002 aus dem „Haus der Architekten“ im Düsseldorfer Medienhafen. Dazu wünsche ich ihr weiterhin Erfolg und ein herzliches Glückauf.

Ulrich Schmidt


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