drei Personen stehen nebeneinander vor den Werken von Marlet Heckhoff
In einer Matinee am 11. November stellten die Marlet Heckhoff (r.) und Kammerpräsident Ernst Uhing 30 Arbeiten der jungen Künstlerin im Haus der Architektinnen und Architekten vor. Lea Schäfer, Künstlerin und Kuratorin, ordnete die Arbeiten kunsthistorisch ein. - Foto: Christof Rose

„30 / 30 / 30“: Ausstellung von Marlet Heckhoff

Geometrische Formen, urbane Strukturen, Ebenen und Dimensionen sind charakteristisch für die Acrylmalerei von Marlet Heckhoff. Die Architektenkammern Nordrhein-Westfalen und Sachsen nehmen das Jubiläumsjahr „30 Jahre Einigungsvertrag“ zum Anlass, um eine gemeinsame Kunstausstellung zu organisieren, die wechselseitig in Düsseldorf und Dresden stattfindet. „Wir wollen diesen Brückenschlag von West nach Ost unternehmen, um unsere Zusammenarbeit zu unterstreichen und zugleich dazu anzuregen, über Brüche und noch immer Trennendes zu diskutieren“, erklärte Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW, anlässlich einer Matinee im „Haus der Architekten“ am 11. Oktober in Düsseldorf.

13. Oktober 2020Autor: Christof Rose

Gezeigt werden die Arbeiten einer jungen Künstlerin, die in ihrer Person Aspekte der vergangenen 30 Jahre widerspiegelt und zugleich in ihrem künstlerischen Werden und Schaffen auf diesen Hintergrund reflektiert: Marlet Heckhoff wurde 1983 in Duisburg geboren, ging aber für ihre Kunststudien an die Bauhaus-Universität nach Weimar bzw. an die Hochschule für Grafik und Buchkunst nach Leipzig.

In ihren großformatigen Bildern greift sie Elemente aus Städtebau und Architektur ebenso auf wie Einflüsse aus der Druckgrafik. Mit ihren kräftigen Farben erinnern die Werke Heckhoffs bisweilen an Street-Art und Graffiti, bisweilen an Konstruktivismus und Pop-Art. „Als Schülerin des Bauhauses zeigt sich Marlet Heckhoff beeinflusst von der Plakatkunst der 1920er Jahre, von der Lehre der reinen Komposition und von Bauten des Brutalismus“, erläuterte Lea Schäfer, Künstlerin und Kuratorin aus Mainz, in ihrer Festansprache. „Heckhoff verbindet diese Grundlagen mit einer Farbästhetik und Computerspielgrafiken der 1980er Jahre.“ Die Werke der jungen Künstlerin seien Bildwelten eines „modernen Urbanen“, das sich einer eindeutigen Erklärung entziehe und den subjektiven Interpretationen des Betrachters bzw. der Betrachterin unterworfen sei, so Lea Schäfer.

Die Doppelausstellung „30 / 30 / 30“ zeigt jeweils 30 Originalarbeiten von Marlet Heckhoff im Haus der Architektinnen und Architekten in Düsseldorf und in Dresden.

Bis zum 09.11.20 im „Haus der Architekten“. Ein Katalog ist erschienen und kann kostenfrei angefordert werden unter info(at)aknw.de

 

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