Baulücken als städtebauliche Chance begreifen!

Baulücken als städtebauliche Chance begreifen!

Das Projekt 1000 Baulücken in NRW, das die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Leitprojekt in die Gemeinschaftsinitiative „StadtBauKultur NRW“ eingebracht hat, nimmt konkrete Formen an. Am 1. Oktober wird auf einer Baulücke in der Düsseldorfer Innenstadt die offizielle Auftaktveranstaltung durchgeführt, mit der das Projekt in die Öffentlichkeit getragen wird.

16. Juli 2003Autor*in: ros

In den vergangenen Monaten hat die Architektenkammer Baulücken aus dem ganzen Land erfasst und in einer eigens eingerichteten Internet-Domain (www.1000-bauluecken.de) dokumentiert. Auch zahlreiche Mitglieder der Kammer und andere Interessierte sandten per E-Mail Fotos städtebaulicher Problemgrundstücke ein, so dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt rund 500 der angestrebten tausend Lücken in einer Bilddatenbank abgerufen werden können.

In einem weiteren Schritt wird die AKNW im Herbst fünf Ideenwettbewerbe ausloben. Bürgerinnen und Bürger werden dazu aufgerufen, Vorschläge zu einer Bebauung bzw. sonstigen kreativen Reaktivierung brachliegender oder untergenutzter Grundstücke einzureichen. Dabei ist Fantasie gefragt: Neben Gebäuden sind auch gestaltete Freiflächen, kleine Parkanlagen oder künstlerische Nutzungen für Baulücken denkbar. „Es geht darum, dass sich viele Einwohner einer Stadt mit dem Thema beschäftigen, Problemfelder ihrer Stadt wahrnehmen und über Verbesserungen nachdenken“, erklärt Hartmut Miksch, der Präsident der AKNW.

Als weiteres Thema für StadtBauKultur NRW befasste sich die AKNW im Juli mit den Gestaltungsbeiräten in NRW. Ein Arbeitstreffen von Mitgliedern der bestehenden Gestaltungsbeiräte brachte neue Impulse für diese lokalen Architektur-Initiativen.

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