Angela Freimuth (2. v. l.) und Katja Domschky (2. v. r.) trafen sich im Landtag NRW in Begleitung von AKNW-Hauptgeschäftsführer Markus Lehrmann (l.) und Pascal Rohrbach (Referent der FDP-Fraktion, r.) – Foto: privat (MdL-Büro Angela Freimuth)

Katja Domschky im Austausch mit Angela Freimuth im Landtag NRW

Die Novellierung der Landesbauordnung stand mit Mittelpunkt eines Gesprächs der Präsidentin der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Katja Domschky, mit der baupolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, Angela Freimuth, im nordrhein-westfälischen Landtag.

11. Juni 2026von Michèle Eichhorn

Die Architektenkammer begrüßte, dass zentrale Anregungen aus der planenden Praxis Eingang in den Novellierungsentwurf gefunden haben. Zugleich machte Präsidentin Domschky deutlich, dass es weiterhin entscheidend sei, die Verfahren konsequent zu vereinfachen und rechtssicher auszugestalten. Vor diesem Hintergrund stellte die AKNW ihre Vorschläge für ein einfacheres und kosteneffizienteres Bauen vor. Dazu zählen insbesondere die von der Kammer angeregte „Oldtimer-Regelung“ für den Umgang mit Bestandsgebäuden sowie die Weiterentwicklung des Gebäudetyps E. Beide Ansätze zielen darauf ab, mehr Spielräume für innovative und wirtschaftliche Lösungen zu schaffen - und damit die Baukosten nachhaltig zu senken.

Ein weiteres zentrales Thema des Gesprächs war die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren. Die Architektenkammer sprach sich dafür aus, die Prüfmaßstäbe zu reduzieren, Zuständigkeiten klarer zu definieren und Genehmigungsprozesse deutlich zu beschleunigen. Große Bedeutung maßen beide Seiten der Digitalisierung der Planungs- und Genehmigungsprozesse bei. Digitale Bauanträge und medienbruchfreie Verfahren könnten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Abläufe effizienter zu gestalten und die Zusammenarbeit zwischen Planer*innen, Behörden und Auftraggebenden zu verbessern.

Der Austausch im Landtag wurde von beiden Seiten – AKNW und FDP - als konstruktiv bewertet. Präsidentin Domschky unterstrich die Bedeutung des kontinuierlichen Dialogs zwischen Politik und Architektenschaft, um die notwendigen Reformen im Bau- und Planungsrecht voranzubringen. Ziel sei es, die bewährte Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

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