Studierende der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen präsentieren im Rahmen eines Kunst-am-Bau-Projektes unter dem Titel „KUNST-INTERVENTION-MESSE ESSEN“ am 29.05.2026 ihre Arbeiten in der Messe Essen. In der Lehrveranstaltung „Kunst und Bau — Eine Kooperation mit der Messe Essen“ erhalten Studierende aus den Bachelorstudiengängen Fotografie/Medienkunst, Malerei/Grafik, Skulptur/Installation einen fundierten Einblick in die professionelle Entwicklung und Realisierung künstlerischer Projekte an einem baulich monumentalen und stark frequentierten Ort wie der Messe Essen. Ausgangspunkt des Projekts war die Auseinandersetzung mit der Architektur, den räumlichen Strukturen und den spezifischen Abläufen auf dem Messegelände.
Im Zuge mehrerer Ortsbegehungen untersuchten die Studierenden die unterschiedlichen Bereiche und Raumsituationen der Messe und entwickelten darauf aufbauend eigene künstlerische Konzepte. Die entstandenen Arbeiten reichen von malerischen und grafischen Ansätzen bis hin zu skulpturalen und installativen Positionen.
Im Zentrum des Projekts steht die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Raum. Wie behaupten sich künstlerische Arbeiten innerhalb einer Umgebung, die primär funktionalistisch konzipiert ist? Welche räumlichen Gegebenheiten lassen sich für künstlerische Projekte nutzen, und wie können diese in einen Dialog mit der Architektur treten?
Darüber hinaus spielt auch der urbane Kontext der Stadt Essen eine wichtige Rolle. Die Arbeiten greifen lokale Bezüge auf und reflektieren die spezifischen Merkmale der Stadt Essen sowie ihrer kulturellen und urbanen Identität. „Entstanden ist ein vielschichtiges Zusammenspiel zwischen Ort, Architektur, Stadt und künstlerischer Position“, sagt, Prof. Georg Ruhnau, Architekt und Honorarprofessor für Baukunst und Kunst im öffentlichen Raum an der HBK Essen. Er hat das Projekt gemeinsam geleitet mit Carsten Gliese, Professor für Fotografie/Medienkunst an der HBK Essen.
Die Ausstellung „KUNST-INTERVENTION-MESSE ESSEN“ macht die Ergebnisse dieses Prozesses sichtbar und zeigt unterschiedliche Ansätze, wie Kunst im Kontext von Architektur und öffentlichem Raum wirken und gedacht werden kann. Dabei wird zugleich deutlich, welche Möglichkeiten dieses Projekt eröffnet, aber auch welche Grenzen sich an einem komplexen Ort wie der Messe Essen zeigen.
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