Es fällt schwer, über Martin Sulke in der Vergangenheit zu schreiben. Natürlich könnten wir an dieser Stelle aufzählen, was Martin als Architekt geleistet hat. Wir könnten über seine Projekte sprechen, über sein Engagement für die VfA und darüber, wie sehr er uns berufspolitisch und in unserem Verband fehlen wird. All das wäre richtig. Aber es ist nicht das, woran wir zuerst denken, wenn wir an Martin denken.

Denn mit Martin haben wir vor allem einen ganz besonderen Menschen verloren. Wir haben unseren Freund verloren.
Einen Menschen, der neugierig auf das Leben war, der gerne lachte und andere zum Lachen brachte und der sich eine gewisse Verspieltheit bewahrt hatte. Wer Martin kannte, den wunderte es deshalb vermutlich auch nicht, dass in seinem Flur eine riesige Platte mit seiner Eisenbahn unter der Decke hing.
Unvergessen bleiben auch die Architekturreisen, die Martin Jahr für Jahr gemeinsam mit seinen engsten Freunden aus der VfA auf die Beine stellte. Natürlich ging es um Architektur. Aber wer dabei war, weiß, dass es um viel mehr ging: um Freundschaft, gemeinsames Entdecken, gutes Essen, viel Lachen und darum, dass Martin immer ein Auge darauf hatte, dass es allen gut ging.
Und dann waren da natürlich Martins Karnevalskostüme. Großartig, fantasievoll und unverwechselbar. Von seinem Flohzirkuskostüm ist ein kleiner Superman-Floh bei mir geblieben. Ich werde ihn für immer in Ehren halten. Heute ist er mehr als eine Erinnerung an ein Kostüm. Er ist eine Erinnerung an Martin und an all die Momente, in denen er uns zum Schmunzeln gebracht hat.
Noch vor wenigen Monaten standen wir gemeinsam beim Tag der Architektur in Krefeld vor dem neuen Katastrophenschutzzentrum des DRK, das Martin gemeinsam mit Jörn Strümpel-Walter geplant hatte. Wir haben uns gemeinsam das Gebäude angesehen, uns ausgetauscht und mit ihm über das gelungene Projekt gefreut. Damals hätte niemand gedacht, wie kostbar diese ganz selbstverständlichen gemeinsamen Stunden einmal sein würden.
Ja, Martin wird der VfA fehlen. Sein Engagement, seine Erfahrung und seine Stimme werden fehlen.
Aber viel mehr wird Martin fehlen.
Sein Humor. Seine besonderen Einfälle. Seine Freude an gemeinsamen Erlebnissen. Seine Zugewandtheit. Und diese besondere Art, mit der er dafür sorgen konnte, dass man sich in seiner Gesellschaft einfach wohlfühlte.
Es gibt Menschen, an die erinnert man sich wegen dessen, was sie geleistet haben.
Und es gibt Menschen, an die erinnert man sich vor allem wegen dessen, wie sie waren.
Martin war so ein Mensch.
Wir werden ihn sehr vermissen.
Deine Freunde und Freundinnen von der VfA!
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