Einfacher bauen, schneller bauen - das ist das Gebot der Stunde, um schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der zugleich nachhaltig ist. Die politisch auf den Weg gebrachte Vereinfachung von Vorschriften für Architektur und Städtebau ist ein erster Schritt in diese Richtung. Entscheidend ist jedoch, dass dieser neue Wohnraum nicht nur in Quadratmeterzahlen, Investitionsvolumen oder Schadstoffkennziffern gemessen wird, sondern dass mit den neuen Wohnhäusern langfristig lebendige und schöne Stadtquartiere entstehen. Wie dies gelingen kann, diskutiert die 16. „Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt“ des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst. Die AKNW ist Partnerin des renommierten Kongresses.
Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen die Grundlagen des Städtebaus, der neben privat nutzbaren Räumen die öffentlichen Räume der demokratischen Gesellschaft anlegt. Denn unsere heutigen Bau- und Umbauprojekte dürfen nicht die Problemviertel und Umweltsünden von morgen werden. Dafür ist es nötig, nicht nur Stadt einfacher zu bauen, sondern einfach auch richtige Stadt zu bauen: nicht monofunktionale Wohnwüsten, sondern gemischte Quartiere; nicht charakterlose Wohnkisten, sondern ortspezifische Häuser; nicht im Niemandsland schwimmende Hauswürfel, sondern stadtraumformende Gebäude.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen diskutieren mit Stadtbaurätinnen und Stadtbauräten großer deutscher Städte sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kultur die städtebaulichen und architektonischen Anforderungen an die neuen Bauprojekte in vier Themenblöcken:
Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist Partnerin der Veranstaltung. AKNW-Vizepräsidentin Dagmar Grote wird im Themenblock 4 über das „Leben im öffentlichen Raum“ mitdiskutieren. Die Projektleitung der Gesamtveranstaltung liegt – wie immer – in den Händen von Prof. Christoph Mäckler und Prof. Wolfgang Sonne vom Deutschen Institut für StadtBauKunst. Prof. Sonne (TU Dortmund) ist auch wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW.
25./26. August 2026, Poelzig-Bau der Goethe-Universität Frankfurt (Casino-Gebäude, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt). Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen erkennt die Konferenz als Fortbildungsveranstaltung mit sechs Fortbildungspunkten an.
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