Stellungnahme der AKNW: „Einfach bauen statt Mieten regulieren“

Die FDP-Landtagsfraktion hat den Antrag „Einfach bauen statt Mieten regulieren: Mit einer Bauwende für neue Wohnungen, bezahlbare Mieten und mehr Wachstum für alle“ in das parlamentarische Verfahren des Landtags Nordrhein-Westfalen eingebracht. Die AfD-Landtagsfraktion reagierte darauf mit einem Entschließungsantrag unter dem Titel „Nordrhein-Westfalen braucht im Interesse von Mietern und Vermietern einen ausgewogenen Ansatz beim Mieterschutz: Mieterschutzverordnung ausdifferenzieren, ohne den freien Wohnungsbau abzuwürgen!“

27. September 2025von Michèle Eichhorn

In ihrem Antrag fordert die FDP-Fraktion mehr Engagement für ein flexibleres und kostengünstigeres Bauen. Dies soll insbesondere durch vereinfachte Genehmigungsverfahren, die Förderung digitaler Prozesse, eine aktivere Bodenpolitik sowie die Senkung der Grunderwerbsteuer erreicht werden. Die FDP-Fraktion betont, dass der Wohnungsbau dringend angekurbelt werden müsse und warnt davor, die Mietpreisregulierung weiter auszudehnen.

In ihrer Stellungnahme spricht sich die Architektenkammer NRW ebenfalls für eine Bauwende aus. Sie fordert insbesondere, den „Gebäudetyp E“ sowie eine sogenannte „Oldtimer-Regelung“ gesetzlich zu verankern. Darüber hinaus sollen Förderkulissen vereinfacht und zusätzliche finanzielle Anreize geschaffen werden. Die AKNW führt aus, dass eine verpflichtende Ökobilanz mehr Transparenz und Klarheit im Bauwesen schaffen könne.

Die mündliche Anhörung findet am 2. Oktober 2025 im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Digitalisierung (ABWD) unter Beteiligung der Architektenkammer NRW statt. 

AKNW-Stellungnahme zum Antrag der FDP-Fraktion „Einfach bauen statt Mieten regulieren: Mit einer Bauwende für neue Wohnungen, bezahlbare Mieten und mehr Wachstum für alle“ (PDF)

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