Die Hitzewellen machen derzeit allen schwer zu schaffen. Anlass zu einem Gespräch zwischen der Parlamentarischen Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Sabine Poschmann, und der neuen Präsidentin der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Katja Domschky sowie dem AKNW-Hauptgeschäftsführer Markus Lehrmann. Sabine Poschmann gehört der SPD an und vertritt den Wahlkreis Dortmund II.

„Die Bewältigung des Klimawandels ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit“, erklärte Sabine Poschmann im Austausch mit der Architektenkammer NRW. „Die Hitzewellen der vergangenen Wochen haben erneut deutlich gemacht, dass wir unsere Städte widerstandsfähiger machen und die Bevölkerung besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze schützen müssen.“ Deswegen brauche es für unsere Städte gute Konzepte für einen konsequenten Hitzeschutz.
„Es ist wichtig, die Stadt als Gesamtsystem zu betrachten“, betonte Kammerpräsidentin Katja Domschky. Grundlegend sei ein perspektivischer Städtebau, der Frischluftschneisen berücksichtige und die grün-blaue Infrastruktur sukzessive stärke. Dazu komme ein besserer baulicher Wärmeschutz.
Zu konkreten, wirkungsvollen Maßnahmen, die Poschmann und Domschky miteinander besprachen, gehörten öffentliche Trinkbrunnen, zusätzliche Bäume und andere Verschattungselemente sowie mehr begrünte Aufenthaltsräume im öffentlichen Raum. Auch „Cooling Center“ können einen wichtigen Beitrag leisten – etwa öffentliche Gebäude wie Bibliotheken, Rathäuser, Begegnungsstätten oder Kulturzentren, die während extremer Hitze als kühle Rückzugsorte kostenlos genutzt werden können. Auch Kirchen spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle.
In Dortmund gibt es bereits einen Hitzeaktionsplan mit verschiedenen Maßnahmen. Dazu zählt unter anderem die digitale „Kühle-Orte-Karte“, die kühle Aufenthaltsorte und Trinkbrunnen im Stadtgebiet sichtbar macht. Aus Sicht von Staatssekretärin Sabine Poschmann kommt es nun darauf an, die vorhandenen Konzepte konsequent weiter umzusetzen und auszubauen.
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