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Preisverleihung Landeswettbewerb 2015 - Chorweiler Nord

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Am 18. Februar findet in Köln die Preisverleihung zum Landeswettbewerb 2015 statt - Interessierte sind herzlich eingeladen! Der erste Preis geht an „Querfeld eins“-Architekten aus Dresden. Ein zweiter Preis wurde dem Büro raum-z architekten (Frankfurt) zuerkannt, und zwei vierte Preise erhalten die Kresings GmbH (Münster) und Kubik Architektur – Fuchs Lindner (Hannover).

Der aktuelle Landeswettbewerb zum nachhaltigen Wohnungsbau hatte die Aufgabe gestellt, im Rahmen eines Wettbewerbs das Konzept für ein neues Quartier in unmittelbarer Nähe des Stadtteils Köln-Chorweiler zu entwerfen. Auslober des Landeswettbewerbs waren das nordrhein-westfälische Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr gemeinsam mit der Stadt Köln, der GAG Immobilien AG und in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

Landeswettbewerb 2015 - Chorweiler Nord
Der Landeswettbewerb zielte auf die Entwicklung eines Stadtquartiers ab, das dazu beiträgt, den durch Migration zusätzlich gesteigerten Wohnraumbedarf zu decken. Auf dem ca. 16 000 qm großen Areal an der Swinestraße sind rund 250 neue Wohnungen in unterschiedlichen Größen vorgesehen; etwa 60 Prozent davon werden öffentlich gefördert. 


18.02.2016, Preisverleihung Neues Wohnen in Chorweiler Nord, um 17 Uhr, Pfarrsaal der Kirche St. Katharina von Siena, Köln - Blumenberg, Döbrabergstraße, 50765 Köln. Anmeldung bis 10. Feburar 2016 an teilnahme@aknw.de

Einladungsflyer (PDF)

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Landeswettbewerb 2015 in Köln entschieden – Wohnungen auch für Flüchtlinge

Das Architekturbüro Querfeld eins aus Dresden gewinnt den Landeswettbewerb „Neues Wohnen in Chorweiler Nord“. Den Wettbewerb hatte das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW (MBWSV) gemeinsam mit der Stadt Köln als Mitausrichterin und der GAG Immobilien AG als Bauherrin ausgelobt. Begleitet wurde das Wettbewerbsverfahren von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) als regelmäßige Kooperationspartnerin bei den Landeswettbewerben.

Auf dem rund 16 000 qm großen Areal an der Swinestraße im Kölner Norden, nahe einer Freien Waldorfschule, sind rund 250 neue Wohnungen in unterschiedlichen Größen vorgesehen, etwa 60 Prozent davon öffentlich gefördert. Ein Teil der geförderten Wohnungen ist für Flüchtlinge vorgesehen. Dazu kommt noch eine Wohngruppe für pflegebedürftige Menschen mit zwölf Plätzen. „Ich freue mich, dass die GAG unser umfassendes Förderangebot nutzt und mit attraktiven und bezahlbaren Wohnungen auf die enorme Nachfrage in Köln reagiert“, erklärte NRW-Bauminister Michael Groschek nach der Entscheidung der Jury. „Von dem Gewinnerprojekt profitieren Kinder, Familien, ältere Menschen und auch Flüchtlinge – das ist die Grundlage für eine ausgewogene soziale Durchmischung in dem Viertel.“

Die Bebauung ist vier- bis sechsgeschossig geplant, Freiräume mit Mietergärten und Spielplätzen sowie Stellplätze oberirdisch und in einer Tiefgarage gehören ebenfalls zum Entwurf. Zentrales Element ist ein in Ost-West-Richtung verlaufender Anger als öffentliche Grünfläche, welche die beiden hofartigen Gebäude im Norden mit der Zeilenbebauung im Süden verbindet. In den Höfen sind die Mietergärten der Erdgeschosswohnungen sowie Gemeinschaftsgärten und Kleinkinderspielplätze vorgesehen. „Ein überzeugender Entwurf, der unsere Ziele, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und unsere vorhandenen Bestände im Chorweiler Norden attraktiv und sinnvoll zu ergänzen, bestens erfüllt“, freute sich GAG-Vorstandsmitglied Kathrin Möller über das Wettbewerbsergebnis.

Insgesamt 24 Wettbewerbsbeiträge waren für den Landeswettbewerb eingereicht worden. „Alle Beiträge waren von hoher Qualität und spiegeln die vielfältigen städtebaulichen Lösungsansätze wider, die hier denkbar waren“, resümierte der Präsident der Architektenkammer NRW, Ernst Uhing, die Einschätzung der Jury. Neben dem ersten Preis für „Querfeld eins“ wurden noch ein zweiter Preis an das Büro raum-z architekten (Frankfurt) und zwei dritte Preise an die Büros Kresings GmbH (Münster) und Kubik Architektur – Fuchs Lindner GbR (Hannover) vergeben. Außerdem sprach die Jury zwei Anerkennungen aus an die Büros Architekten Stein Hemmes Wirtz (Frankfurt) und rethmeierschlaich architekten (Köln).

Der Siegerentwurf soll nun Grundlage für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan sein. Mit den Bauarbeiten soll dann möglichst 2017 begonnen werden.

Autor: Christof Rose