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Zukunftsfähige Kirchen in Olpe und Bochum

Ein Preis ging an das neue Quartierszentrum in Bochum-Stahlhausen, geplant von Soan Architekten (Bochum). - Foto: Wüstenrot Stiftung

Die Kirchen in Deutschland stehen, angesichts stetig sinkender Gemeindemitgliederzahlen, vor großen Herausforderungen. Viele Kirchengebäude stehen dauerhaft leer, ihnen drohen Schließung und Abriss. Die Wüstenrot Stiftung hat daher im Rahmen des Wettbewerbs "Kirchengebäude und ihre Zukunft" nach anderen Perspektiven und neuen Nutzungsstrategien für aufgegebene Sakralbauten gesucht.

Die Jury vergab unter knapp 300 Einreichungen zwei gleichrangige, jeweils mit 10 000 Euro dotierte erste Preise – beide gingen nach NRW: Einer der beiden ersten Preisträger ist die katholische Heilig-Geist-Kirche der St.-Martinus-Gemeinde in Olpe (Schilling Architekten, Köln). Das neue Konzept einer "offenen Kirche" spiegelt sich auch in der Öffnung des Kirchengebäudes zum Stadtraum hin und in der neu geschaffenen, kommunkativen Raumstruktur. Der zweite erste Preis geht an den Erhalt der evangelischen Kirche in Bochum-Stahlhausen (Soan Architekten, Bochum), die im Rahmen eines Pilotprojekts zu einem Stadtteilzentrum umgenutzt wurde.

Beide Preisträger bewältigen nach Ansicht der Jury die für viele Gemeinden zentrale Herausforderung, konfessionelle Sakralräume neu zu gestalten und neu zu interpretieren, um sie zukunftsfähig zu machen. Beide Strategien können als komplementäre Ansätze betrachtet werden, die beide überzeugend umgesetzt wurden. Die Jury des Wettbewerbs vergab zudem zwei Auszeichnungen sowie fünf Anerkennungen.

Autor: pm/lie/mel