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100 Jahre RVR: Vom Revier zur Metropole Ruhr

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    (v.l.).: Dr. Holger Klein-Wiele (LVR Industriemuseum), Prof. Heinrich Theodor Grütter (Direktor des Ruhr Museums), RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Projektleiter Thorsten Kröger stellten das Programm des Jubiläumsjahr vor. - Foto: RVR

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    Um 1929: Sitz des damaligen SVR von Architekt Alfred Fischer - Foto: Fotoarchiv Ruhr Museum

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    Architekturqualität: Auch 100 Jahre nach seiner Fertigstellung ist der Sitz des heutigen RVR an der Kronprinzenstraße unverändert eines der markantesten Bauwerke der Stadt Essen – Foto: Thomas Robbin

Der Regionalverband Ruhr (RVR) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Gegründet am 5. Mai 1920 als Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk (SVR), gehört der heutige RVR zu den ältesten Regionalverbänden Deutschlands. „Anlässlich des Jubiläums schaut der Verband auf eine wechselvolle Vergangenheit, auf sehr viel Geleistetes und eine spannende Zukunft“, erklärte RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel im Januar anlässlich der Vorstellung der Jubiläumsaktivitäten in Essen.

Zwei Ausstellungen dokumentieren die wechselseitig enge Beziehung zwischen Region und Verband. Wie sich das Ruhrgebiet seit dem Gründungsjahr des SVR 1920 verändert hat, zeigt die Sonderausstellung „Die Zukunft im Blick – Nie gesehene Fotos aus dem Bildarchiv des Regionalverbandes Ruhr“, die vom 14. Mai bis 20. Dezember dieses Jahres im Peter-Behrens-Bau des LVR-Industriemuseums in Oberhausen läuft. Anhand von Fotos sowie an Medienstationen lassen sich Veränderungen bei Wohnen und Arbeiten, Mobilität und Versorgung, Umwelt und Naturschutz, Freizeit und Kultur nachvollziehen.

Die Schau „100 Jahre Ruhrgebiet. Die andere Metropole“ wird vom 11. Mai bis 16. Februar 2021 im Ruhr Museum auf dem Welterbe Zollverein in Essen zu sehen sein. Weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr 2020 ist der Festakt zum Geburtstag des RVR am 5. Mai mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier im Colosseum Theater Essen.

Wichtige Programmpunkte
Zum Festakt erscheint auch die Jubiläumspublikation „Vom Ruhrgebiet zur Metropole Ruhr – die Entwicklung einer Region“. Namhafte Autorinnen und Autoren äußern sich darin zu aktuellen Fragen und zu regionalen Leitprojekten des RVR. In der Bundeshauptstadt Berlin stellt der RVR am 27. Mai in der NRW-Landesvertretung das junge und innovative Ruhrgebiet vor.

Die beliebten Veranstaltungen wie „ExtraSchicht“ und „Sing - Day of Song“ stehen 2020 ebenfalls im Zeichen von 100 Jahren RVR. Formate aus der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 sind fester Bestandteil des Jubiläumsjahrs. Dazu gehören die Kulturkonferenz Ruhr als das große kulturelle Netzwerktreffen und eine Weiterentwicklung der RuhrBühnen-Theaterreise.

Im September erfolgt bei einem Bürgerfest der Spatenstich zum Umbau der sechs Revierparks. Mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 28 Millionen Euro wird der Regionalverband Ruhr die Grünanlagen bis 2022 modernisieren.

Novum im Jubiläumsjahr: Die Bürgerinnen und Bürger in der Metropole Ruhr können im Herbst 2020 erstmals die Vertreterinnen und Vertreter in der RVR-Verbandsversammlung, dem Ruhrparlament, direkt wählen. Mit einer Informations- und Motivationskampagne will der Regionalverband Ruhr vorab über die Direktwahl informieren.

Verbund für 5 Mio. Menschen
Der Regionalverband Ruhr (RVR) mit Sitz in Essen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zum Verbandsgebiet zählen die kreisfreien Städte Bochum, Bottrop, Essen, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim/Ruhr, Oberhausen und die Kreise Recklinghausen, Wesel, Unna sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis mit insgesamt rund 5,1 Mio. Einwohnern. Im Zentrum des gesetzlichen Auftrags des RVR steht das Wohl der Metropole Ruhr: Auf allen relevanten regionalen Handlungsfeldern agiert der Verband entweder als Netzwerker, Koordinator, Impulsgeber, Dienstleister oder Projektträger für das Ruhrgebiet.

Die Aufgaben und Tätigkeiten des Verbandes sind im RVR-Gesetz geregelt. Der RVR ist für die staatliche Regionalplanung in der Metropole Ruhr zuständig und ist Träger bedeutender Infrastrukturprojekte wie „Route der Industriekultur“ und „Emscher Landschaftspark“.

Zu den ältesten Kernaufgaben des RVR zählen Schutz und Pflege der Umwelt durch Sicherung von Freiflächen. Der RVR ist der größte kommunale Waldbesitzer in Deutschland. Zu seinen gesetzlichen Aufgaben gehören zudem die regionale Wirtschafts- und Tourismusförderung sowie die Öffentlichkeitsarbeit für die Metropole Ruhr.

Weitere Info

Autor: RVR/Christof Rose