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AKNW-Vorstand unterstreicht Bedeutung der Landesinitiative: StadtBauKultur stärken!

„Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW hat seit ihrer Gründung 2001 eine hervorragende Arbeit geleistet und insbesondere unter der Leitung von Tim Rieniets in den letzten Jahren ein bundesweit beachtetes Profil entwickelt. Das gilt es zu stärken und auszubauen!“ Mit diesem Appell an die Landesregierung dankte der Vorstand der Architektenkammer NRW dem scheidenden Geschäftsführer der StadtBauKultur, Tim Rieniets, für die konsequente Weiterentwicklung der Landesinitiative, zu deren Gründungspartnern die Architektenkammer NRW gehört. Die Arbeit der StadtBauKultur NRW sei auch deshalb wichtig, weil sie ein starkes Netzwerk baukulturell aktiver Kammern, Institutionen, Verbände und Vereine darstelle, unterstrich der Vorstand in seiner Sitzung am 4. September 2018.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins StadtBauKultur NRW 2020 e.V., Hartwig Schultheiß, hatte im Sommer mitgeteilt, dass der Geschäftsführer der Landesinitiative zum 01.09.18 einem Ruf an die Leibniz Universität Hannover folgen werde. Die Geschäftsführung teilen sich seither die langjährigen StadtBauKultur-Mitarbeiterinnen Ilka Dietrich-Kintzel und Dr. Hanna Hinrichs.

Die Architektenkammer NRW hat im Rahmen der Landesinitiative im Laufe der zurückliegenden 18 Jahre viele bundesweit beachtete Projekte durchgeführt, u.a. „1000 Baulücken in NRW“, die Aktionsprogramme „NRW.wohnt“ und „NRW.lebt“ sowie die beliebte neue Veranstaltungsreihe „Urban.Slam“. Gegenwärtig wird gemeinsam mit der Ingenieurkammer-Bau NRW sowie Partnern der katholischen und der evangelischen Kirchen in NRW die Beratungsplattform „Zukunft-Kirchen-Räume“ zur Weiternutzung bzw. Umnutzung sakraler und anderer kirchlicher Bauwerke vorbereitet. „Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW führt baukulturelle Akteure zusammen, ermöglicht Projekte und fungiert als Katalysator und Initiator“, resümierte Kammerpräsident Ernst Uhing. Der Vorstand drückte seine Überzeugung aus, dass die erfolgreiche StadtBauKultur-Arbeit durch die neue Landesregierung weitergeführt und -entwickelt werde.

Baukostensenkungskommission nahm Arbeit auf
Wie können die Baukosten nachhaltig gesenkt werden? Zu dieser Frage hatte das nordrhein-westfälische Bauministerium eine „Baukostensenkungskommission“ einberufen, in der die Architektenkammer NRW mit ihrem Präsidenten mitwirkt. Ernst Uhing berichtete dem Vorstand von der konstituierenden Sitzung, die am 25. Juli in Düsseldorf stattgefunden hatte. „Ich habe deutlich gemacht, dass insbesondere die Bodenfrage gelöst werden muss“, erklärte Uhing. Die Kommission, die unter Vorsitz von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach tagt, habe sich verständigt, ihre Arbeit zunächst auf drei Teilbereiche des umfassenden Themenfeldes zu konzentrieren: die Ausarbeitung der Verwaltungsvorschrift zur neuen Landesbauordnung 2018, die Novellierung der Bauprüfverordnung sowie die Einführung Technischer Baubestimmungen (insbes. DIN 18040 in ihren Teilen 2 und 1).

In der Baukostensenkungskommission sind - neben den beiden Baukammern - die kommunalen Spitzenverbände, die Wohnungswirtschaft, Haus und Grund sowie kommunale Praktiker vertreten.

Digitaler Bauantrag

Einen Beitrag zur Beschleunigung von Bauvorhaben könnte die Einführung eines digitalen Bauantrags darstellen. Das Land hat hier bereits ein Pilotprojekt mit sechs Kommunen gestartet (Köln, Dortmund, Xanten, Ennepetal sowie die Kreise Gütersloh und Warendorf). Ziel des Modellvorhabens ist es, festzustellen, welche technischen, personellen, organisatorischen und datenschutzrechtlichen Aspekte es zu berücksichtigen gilt, um landesweit den digitalen Bauantrag einzuführen. Ergebnisse sollen bis Ende 2021 vorliegen.

Der Kammervorstand zeigte sich überzeugt, dass die Digitalisierung das Baugenehmigungsverfahren deutlich beschleunigen könne und betonte, dass die Bauämter auch unter dieser Zielrichtung qualifiziertes Personal benötigen. Die Kammer wird das Modellvorhaben konstruktiv begleiten.

BIM-Schulungen der Akademie für Bundesbehörden
„Das ist ein großer berufspolitischer Erfolg und unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer Akademie!“ Mit Lob und Anerkennung nahm der Vorstand einen Bericht von Klaus-Dieter Grothe, dem Geschäftsführer der Akademie der Architektenkammer NRW gGmbH, zur Kenntnis, dass die Akademie den Zuschlag des „Amts für Bundesbau“ erhalten habe, BIM-Schulungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesbauverwaltung durchzuführen. Die Akademie der AKNW hatte stellvertretend für alle Akademien der Länderkammern die Federführung für die Entwicklung der Inhalte sowie des methodisch-didaktischen Konzeptes übernommen. „Damit zeigt sich, dass der von den Akademien der Länderarchitektenkammern geschaffene BIM-Standard bundesweit Anerkennung findet - und dass wir mit unserem Gesamtkonzept überzeugen konnten“, fasste AKNW-Präsident Ernst Uhing zusammen.

Die Veranstaltungen zum Building Information Modeling werden als Inhouse-Schulungen zunächst im November und Dezember 2018 durchgeführt.

Für Mitglieder der AKNW bietet die Akademie aktuell den „BIM-Basiskurs“ an (28. - 30.11.18 in Düsseldorf).
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Autor: Christof Rose