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Ausstellung "Kultur und Schule: BAUHAUS" im HdA

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    Präsentierten ihre Arbeitsergebnisse gegenüber Klaus Kaiser (4. v. l., Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW) und Kammerpräsident Ernst Uhing (3. v. l.): Leonie Körwers, Joyce Erber, Mathilda Englisch, Justus Maaß, Tobias Steffen und Jimmy Lu vom Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen (v. r.) mit Projektarchitektin Ursula Thielemann (l.) und Lehrerin Danuta Karsten (2. v. l.) – Fotos: Ingo Lammert/Architektenkammer NRW

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    Plastische Baukörper und Typografie standen im Fokus in der „Bauhaus 100 Werkstatt“ am Gymnasium Voerde unter Leitung von Architektin Ann Kristin Olfen und Lehrer Sebastian van Bömmel

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    Aus Bielefeld-Bethel angereist waren die am Projekt der Mamre-Patmos-Schule beteiligten Schülerinnen und Schüler um Architektin Elke Alberts (m.): (am Tisch v. l.) Furkan Bayrakli, Kamiran Haider Sharaf, Luca Nienkirchen, (stehend v. l.) Anna Güse, Linus Brandt, Fabian Kirschner, Monika Schröder, Manfred Koch, Frau Kübra-Abdullah, Yannik Friesecke, Samuel Rempel, Marc Wübbenhorst und Frank Thies

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    Eine Partie „Bauhaus-Schach“ (Projekt der Städtischen Gesamtschule am Dellplatz in Duisburg; Projektarchitekt Dr. Gerhard Schörken) spielten Architektin Johanna Killa (l.) und Innenarchitektin Andrea Frederick, die selbst ein Projekt mit Fünf- und Sechsklässlern an der Nelson-Mandela-Schule in Köln durchgeführt hatte. – Foto: Christof Rose

Was kann das Bauhaus – 100 Jahre nach seiner Gründung - Kindern und Jugendlichen heute noch sagen? Mit dieser Frage befasste sich die Reihe „Kultur und Schule“ der Architektenkammer NRW und des NRW-Ministeriums für Kultur und Wissenschaft im zurückliegenden Schuljahr in 20 konkreten Unterrichtsprojekten. Die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler zeigt die Architektenkammer NRW bis zum 21 Januar in der Ausstellung „Kultur und Schule: BAUHAUS“ im „Haus der Architekten“.

„Die vielfältigen Ergebnisse zeigen, dass viele Fragestellungen des historischen Bauhauses heute wieder höchst aktuell sind“, resümierte Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, im Rahmen einer Midissage am 7. Januar 2020.

Wie wollen wir wohnen? Wie hängen Geist und Gestaltung zusammen? Welchen Einfluss haben Form und Farben auf unsere Wahrnehmung, unser Wohlbefinden und unser soziales Miteinander? Es sind Fragen wie diese, die Schülerinnen und Schüler im Schulhalbjahr 2018/19 bearbeiteten und in Modellen, Skizzen, Collagen und Bastelarbeiten beantworteten. So befassten sich beispielsweise Jugendliche der Jahrgangsstufe 9 des Marie-Curie-Gymnasiums (MCG) in Recklinghausen mit den multifunktionalen Möbeln des Bauhauses und empfanden diese im Modell, in Zeichnungen und im Nachbau eines Bauhaus-Schachbretts nach. „Die Jugendlichen waren begeistert von der Kreativität der Bauhäusler“, berichtet Architektin Ursula Thielemann, die das Projekt in Recklinghausen leitete. „Es hat Spaß gemacht, sich mit so vielfältigen Themen wie Architektur, Tanz, Grafik und Design in einem geschlossenen Projekt zu befassen“, erklärte auch Mathilda Englisch, heute in der Jahrgangsstufe 10 des MCG. Gerade der interdisziplinäre Ansatz des Bauhauses sei für Projekte an Schulen ungemein inspirierend und für alle Beteiligten sehr motivierend, ergänzte Kunstlehrerin Danuta Karsten.


Die Reihe „Kultur und Schule“ ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. In Kooperation mit der Architektenkammer NRW können in jedem Schuljahr bis zu 20 Architekturprojekte an allen Schulformen im Lande durchgeführt werden. Anlässlich des 100sten Gründungsjubiläums des Bauhauses hatte die Architektenkammer NRW die „Kultur und Schule“-Projekte im Winterhalbjahr 2018/19 unter das Thema „Bauhaus“ gestellt.

„Es ist mir eine Freude zu sehen, mit welch großer Begeisterung und Sachkunde die Baukultur in Nordrhein-Westfalen schon früh vermittelt wird“, lobte Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, anlässlich der Midissage in Düsseldorf das Engagement der beteiligten Architektinnen und Architekten sowie Lehrerinnen und Pädagogen.
Die Kinder und Jugendlichen aus ganz unterschiedlichen Schulformen und Jahrgangsstufen hatten sich dem Bauhaus-Thema auf vielfältige Weise genähert. Zu sehen waren u. a. Modelle für neue Meisterhäuser, der Nachbau eines Rietveld-Stuhls, Collagen zu Tanz und Musik der Bauhäusler, Modelle zum Siedlungs- und Gartenbau sowie ein Bauhaus-Informations-Schrank inklusive Film, den eine AG der Jahrgangsstufen 9 und 10 des Bischöflichen Pius-Gymnasiums in Aachen unter fachlicher Anleitung der Aachener Architektin Eva von der Stein entwickelt hatte.

Innenarchitektin Andrea Frederick hatte an der Nelson-Mandela-Schule in Köln mit Kindern aus der 5. und 6. Klasse einer Hauptschule gearbeitet. „Wir konnten das Bauhaus-Thema vor allem über die Arbeit mit dem Material und mit Farben erschließen“, berichtete die engagierte Innenarchitektin, die bereits mehrere „Kultur und Schule“-Projekte durchgeführt hatte. Die Bauhaus-Thematik habe einen besonders interdisziplinären Ansatz ermöglicht, der es einfacher gemacht habe, die Kinder immer wieder zur Mitarbeit zu motivieren.

Die Architektenkammer NRW wird die Ausstellung auch auf dem „Bildungskonvent“ des Landesverbundes „100 Jahre Bauhaus im Westen“ präsentieren, der am 27. März 2020 im LWL-Textilmuseum in Bocholt stattfinden wird.

Laufzeit: 10.12.2019 – 21.01.2020, Haus der Architekten (Zollhof 1, 40221 Düsseldorf-Medienhafen),
Öffnungszeiten: Mo. - Fr., 8.00 – 17.00 Uhr. Eintritt frei.

Weitere Informationen
www.architektur-macht-schule.de
www.bauhaus100-im-westen.de



Autor: Christof Rose