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Neues Bauen im Westen: Museumspädagogen diskutieren Ausstellung der Architektenkammer NRW

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    Museumspädagogen zu Gast im Haus der Architekten (v. r.): AKNW-Vizepräsident Dr. Christian Schramm begrüßte Dr. Matthias Hamann (Vors. LVMP NRW), Prof. Dr. Thorsten Scheer (PBSA, Kurator) und Prof. Thomas Schleper (Landesverbund „100 Jahre Bauhaus im Westen“) – Foto: Christof Rose

Die Wanderausstellung „Neues Bauen im Westen“ nahm der Landesverbund der Museumspädagogen NRW (LVMP) zum Anlass, seine Jahrestagung 2019 im Haus der Architekten abzuhalten. Am 18. Februar kamen rund 60 Fachleute aus ganz NRW in Düsseldorf zusammen, um sich die Ausstellung von Kurator Prof. Dr. Thorsten Scheer vorstellen zu lassen. Der Vorsitzende des LVMP, Dr. Matthias Hamann, griff das Bauhaus-Jubiläum in seiner Begrüßung auf und bat Dr. Christian Schramm, Vizepräsident der Architektenkammer NRW, zu einem Interviewgespräch. „Beim Bauhaus geht es ja nicht in erster Linie um Architektur, sondern vielmehr um einen ganzheitlichen Gestaltungansatz“, hob Dr. Schramm hervor. „Unsere Ausstellung verfolgt das Ziel, das Bauhaus als gesellschaftliches Projekt einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen und an vielen Orten im Lande zu Gesprächen einzuladen.“

Die Architektenkammer NRW führte dazu im zurückliegenden Schulhalbjahr auch 20 Projekte „Bauhaus macht Schule“ durch, deren Ergebnisse im Laufe des Jahres präsentiert werden sollen. Wie Kinder und Jugendliche sich das Bauhaus auf ihre Weise erschließen können, zeigte Dr. Karin Kolb an verschiedenen praktischen Beispielen. Die Leiterin des „Kuratorischen Workshops“ der Bauhaus Dessau Stiftung ist verantwortlich für die „Bauhaus-Agenten“, die in Dessau, Weimar und Berlin seit 2016 Schüler-Bauhaus-Projekte durchführen. „In den Projekten wird zwar die Historie aufgearbeitet; wichtiger aber noch ist es uns, herauszufinden, was das Bauhaus den Kindern und Jugendlichen heute sagen kann“, beschrieb Dr. Kolb das Ziel der Agenten.

Für die Studierenden der Peter Behrens School of Arts (PBSA) in Düsseldorf bot das Ausstellungsprojekt „Neues Bauen im Westen“ der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen vielfältige Anlässe, sich intensiv mit dem Bauhaus und dem Neuen Bauen in NRW zu befassen. Ausstellungskurator Prof. Thorsten Scheer hatte mit seinen Studenten im Bereich „Wissenschaftliche Grundlagen/Kunst- und Kulturgeschichte“ 15 maßstabsgerechte Modelle zu den hier thematisch bedeutendsten Bauwerken entwickelt und in der Modellbauwerkstatt der Hochschule Düsseldorf realisiert.

„Der Modellbau bringt einfach noch einmal ein vertieftes Verständnis für architektonische Prinzipien und Konzepte hervor“, beschrieb Prof. Scheer den Synergieeffekt zwischen Hochschule und Ausstellung der Architektenkammer. Zudem sind die aus Birnholz erstellten Modelle zweifellos ein Hauptattraktionsfaktor der gestalterisch und inhaltlich vielfach als sehr gelungen gewürdigten Ausstellung, die ihre nächsten Stationen in Berlin (Vertretung des Landes NRW, 13. - 31.05.19) und Dortmund (Baukunstarchiv NRW, 04.06. - 01.07.19) beziehen wird.

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