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Regionales Netzwerk Ressourceneffizienz Aachen

Der Verein „Aachen Building Experts e.V.“ (ABE) erhält erstmals Fördermittel vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Durch die Förderprojekte ReBau (Regionale Ressourcenwende in der Bauwirtschaft) und ReNeReB (Regionales Netzwerk Ressourceneffizientes Bauen) entsteht im Indeland ein regionales Kompetenzzentrum und Netzwerk für ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Bauen. Das gemeinsame Kick-off-Event beider Projekte findet am 22. Juni online statt, mit Beteiligten aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Verwaltung.

Finanziert werden die Projekte aus Mitteln des Regionalen Entwicklungsfonds (EFRE) sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“. Der AACHEN BUILDING EXPERTS e. V. (ABE) ist an beiden Projekten beteiligt, an ReBau als assoziierter Partner und an ReNeReB als direkter Projektpartner mit Verantwortung für den Aufbau und die Betreuung des Akteurs-Netzwerks. Damit erhält der im August 2016 gegründete ABE zum ersten Mal öffentliche Fördergelder. Das Förderprogramm „Unternehmen Revier“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie fördert Projekte, die die wirtschaftliche Entwicklung des Rheinischen Reviers voranbringen. 

Im Rahmen des Projekts „ReNeReB“ wird ein regionales Experten-Netzwerk für ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Bauen entstehen, das mustergültige Beispielobjekte und Produkte sowie führende Fachleute in der Region miteinander verknüpft. Ziel ist es, den Kommunen im Rheinischen Revier zu ermöglichen, ressourceneffizientes und kreislaufgerechtes Bauen als allgemeinen Standard zu etablieren. Neben regelmäßigen Veranstaltungen mit relevanten Themenschwerpunkten wird eine Website als Informationsplattform aufgebaut, die Zugriff zu drei Datenbanken bietet: ein Verzeichnis mit Baubeteiligten wie Architekten, Fachplanern, Ingenieuren, Bauunternehmen, Handwerkern und Baustoffhändlern; eine Auflistung von klimafreundlichen alternativen Baustoffen sowie vorbildliche Praxisbeispiele („Best Practices“).

Im Rheinischen Revier zwischen Aachen, Köln und Düsseldorf hat der Wandel in der Baukultur bereits begonnen: Der Bausektor als einer der großen CO2-Produzenten birgt zahlreiche Potenziale, durch eine ganzheitliche Betrachtung der Gebäude über den gesamten Lebenszyklus und eine intelligente Wahl von Rohstoffen und Baukonstruktionen große Mengen an CO2 einzusparen. Ressourceneffizientes Bauen (Faktor X-Bauweise) könnte so einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der Klimaschutzziele des Bundes leisten. Die Faktor X-Agentur der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH wendet diese Bauweise bereits in mehreren Pilotprojekten an. Durch eine gezielte Bauberatung und das von der Faktor X-Agentur entwickelte europaweit einzigartige Klima- und Ressourcenschutz-Tool (KuRT), das einfach und internetbasiert berechnet, wie klima- und ressourcenschonend ein Bauvorhaben ist, konnte in ersten Baugebieten eine Halbierung des Ressourcenverbrauchs gegenüber aktuell konventionell errichteten Einfamilienhäusern erreicht werden. Zudem fallen in den Braunkohlerevieren aufgrund des Strukturwandels verstärkt auch Bauten aus der Funktion, die beim Rückbau als Rohstoffreserven genutzt werden können.

Die Teilnahme am Kick-off ist kostenlos, jedoch ist eine formlose Anmeldung unter info@aachenbuildingexperts.de bis zum 10. Juni 2020 erforderlich.

Autor: PM / Christof Rose