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Vor dem Bauhaus: Osthaus

Foto: Bildarchiv Foto Marbug

Mit dem „Hagener Impuls“ initiierte der Mäzen Karl Ernst Osthaus wegweisende Beiträge zu den Reformbewegungen des frühen 20. Jahrhunderts. Die vielfältigen Aktivitäten, gerade die Experimente und Modelle gesellschaftswirksamer Architektur, prägten auch den jungen Walter Gropius, der eine enge Freundschaft zu Osthaus pflegte. Nicht alle Aspekte des Impulses lebten im späteren Bauhaus fort. Die Ausstellung „Vor dem Bauhaus: Osthaus“ im Baukunstarchiv NRW thematisiert die kulturelle Implementierung moderner Architektur durch Karl Ernst Osthaus, insbesondere seine programmatische Verwendung von Fotografien. Mit ihnen machte Osthaus seine Projekte international bekannt und zielte gleichzeitig auf eine neue Wahrnehmung von Baukunst. Die Vernissage findet am 5. September um 18.00 Uhr statt.

Osthaus‘ stark vernetzte Vorgehensweise weiterführend, kooperieren die TU Dortmund, das Baukunstarchiv NRW sowie das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg und zeigen eine Auswahl dieser qualitätvollen Fotografien. Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Landesverbund „100 Jahre Bauhaus im Westen“, in dem sich die AKNW engagiert und der vor allem die kulturgeschichtliche Entwicklung des Bauhauses mit seinen Vorläuferbewegungen und späteren Auswirkungen diskutieren möchte. 

Der Titel der Ausstellung verweist darauf, dass mit Osthaus und dem Hagener Impuls wichtige Grundlagen für die spätere Entwicklung des Bauhauses gelegt wurden - zumal Henry van de Velde, der den jungen Karl-Ernst Osthaus stark prägte, am 1. April 1908 die Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule Weimar gründete und die private Lehranstalt, auf deren Grundlage Walter Gropius 1919 das Bauhaus entwicktelte, bis zu ihrer Schließung 1915 leitete. 

Begleitet wird die Ausstellung „Vor dem Bauhaus: Osthaus“ von einem Vermittlungsprogramm, das am Lehrstuhl Kunstgeschichte der TU Dortmund mit dem Studiengang Kulturanalyse und Kulturvermittlung konzipiert wurde. 

Die Ausstellung „Vor dem Bauhaus: Osthaus – Einblicke in eine Fotosammlung“ wird vom 6. September bis zum 27. Oktober 2019 im Baukunstarchiv NRW gezeigt.

Besondere Öffnungszeiten: „Tag des offenen Denkmals“ (8. September, Führungen um 12.30, 14.00 und 15.00 Uhr). „Dortmunder Museumsnacht“ (21. September, Führungen um 16.00, 18.00 und 21.00 Uhr). Führungen mit Masterstudierenden der TU Dortmund: 19.09, 17.10., 24.10, jeweils um 18.00 Uhr.

Finissage mit Science Slam: Sonntag, 27. Oktober, 14.00 Uhr.

Hier finden Sie weitere Information und Anmeldung zu den Führungen.

 

Aktuelle Ausstellungen im Landesverbund „100 Jahre Bauhaus im Westen“:

bartning.bartning.bartning. architekt der moderne

LVR-Freiluftmuseum Kommern (6. - 25.10.2019)

Im Zentrum steht das von Otto Bartning entwickelte Notkirchenprojekt. Bis 1953 entstanden über 100 Typenkirchen aus vorfabrizierten Elementen, die meist kombiniert mit lokalem Trümmermaterial in Eigenleistung der jeweiligen Kirchengemeinden aufgebaut wurden.

Bauhaus-Dialoge: Die Avantgarde in Osteuropa

Heinrich Neuy Bauhaus Museum in Steinfurt-Borghorst (bis 15.09.19)

Die Ausstellung zeigt, wie sich während der 1920er Jahre in Russland, Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei – ähnlich wie am Bauhaus – die neuen Gestaltungsideen in den verschiedensten Bereichen durchsetzen konnten.

Entwurf Zukunft. Ratingen-West und das Neue Bauen

Museum Ratingen (bis 06.10.19)

Der städtische Raum als urbaner Denk- und Vorstellungsraum wird anhand des Bauprojekts Ratingen-West untersucht. Mit historischen Aufnahmen des Projektes sowie aktuellen Fotos von Marcus Schwier. Weitere Infos zum Landesverbund gibt es hier.

Autor: Christof Rose