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Wohnungsmarktbericht: Neubautätigkeit auf Höchststand

In Nordrhein-Westfalen wird derzeit so viel gebaut, wie seit zehn Jahren nicht. Trotzdem reicht die Anzahl der Neubauten in vielen Regionen weiterhin nicht aus, um die hohe Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zu bedienen. Zu diesem Ergebnis kommt der Wohnungsmarktbericht der NRW.Bank für das Jahr 2017.

Gerade in den Ballungsräumen liegt die Neubautätigkeit deutlich unter dem Bedarf. Die anhaltend guten Investitionsbedingungen sorgen dafür, dass vor allem der Geschosswohnungsbau die treibende Kraft ist. Es entstehen immer mehr Miet- und Eigentumswohnungen. Doch die Nachfrage ist weiter hoch. Und Baugrund ist in manchen Regionen Mangelware und teuer. Daher ist das Angebot vor allem an preiswertem Wohnraum knapp.

Dietrich Suhlrie, Vorstandsmitglied der NRW.Bank ist dennoch optimistisch. „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung“, sagt er. Gut 47.000 neue Wohnungen wurden im Jahr 2016 fertiggestellt – 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Genehmigungen für weitere 66.600 Wohnungen lassen einen erneuten Anstieg erwarten. Immerhin: Mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung des Landes konnten 2016 9.300 Mietwohnungen und Wohnheimplätze entstehen.

Für die Zukunft (bis 2020) rechnen die NRW.Bank und das NRW-Heimatministerium vor, dass pro Jahr 80.000 neue Wohnungen benötigt werden. Problematisch vor allem in den wirtschaftsstarken Ballungsräumen: Die Baulandreserven sind knapp. Die Verantwortlichen in den Kernstädten müssten daher darüber nachdenken, wie sich der benötigte Wohnungsbau mit Nachbarkommunen realisieren lasse.

Neben der reinen Anzahl ist zudem entscheidend, ob die neu gebauten Wohnungen zur Nachfrage passen. Denn mit dem demografischen Wandel nimmt die Zahl kleiner und älterer Haushalte zu. Gerade in diesem Segment wird also mehr Neubau benötigt.

Weitere Info

Wohnungsmarktbericht 2017 der NRW.BANK

Autor: pm/bra