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Baukunstarchiv NRW: Die Hälfte der Modernisierung ist geschafft!

Der Revitalisierung des früheren Museums am Ostwall zum künftigen „Baukunstarchiv NRW“ schreitet planmäßig voran. In einem gemeinsamen Pressegespräch stellten die Gesellschafter der Baukunstarchiv NRW gGmbH und die Stadt Dortmund am 20.09.2017 den Baufortschritt vor und schalteten die neue Website unter www.baukunstarchiv.nrw frei.

Das Baukunstarchiv NRW wird Nachlässe einflussreicher und regional bedeutsamer Architektinnen und Architekten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure sammeln und für die wissenschaftliche Bearbeitung zugänglich machen. Entstehen soll am Ostwall 7 in Dortmund auch ein neues Zentrum der Architekturkommunikation und der Baukultur.

Die im Januar 2017 begonnenen Arbeiten zur Revitalisierung und Modernisierung des geschichtsträchtigen Gebäudes am Ostwall 7 sind gut vorangekommen und nun etwa zur Hälfte erledigt: Der neue Dachaufbau mit Sonnenschutz wurde fertiggestellt, die Neuverglasung der Lichtdächer abgeschlossen. Die Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung Heizung, Lüftung, Sanitär sowie die Elektroarbeiten laufen nach Plan. Die Malerarbeiten im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind aufgenommen worden. Alle Arbeiten liegen im Terminplan und Kostenrahmen.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau verwies in dem Pressegespräch auf die lange Tradition des Gebäudes Ostwall 7. Historisch sei das frühere Oberbergamt die Genehmigungsbehörde für den gesamten Bergbau und das Hüttenwesen im Ruhrgebiet gewesen. „Deshalb“, so Oberbürgermeister Sierau, „wurde die Idee geboren, diesen Ort zukünftig der historischen Bedeutung entsprechend in den Fokus zu rücken. Es ist beabsichtigt, im Baukunstarchiv NRW einen speziellen fachlichen Informationsort für die Route der Industriekultur zu entwickeln, und zwar mit einer Schwerpunktsetzung zu Architektur- und Ingenieurbaukunst im Ruhrgebiet.“ Als Oberbürgermeister von Dortmund begrüße er diese Idee. „Unsere Industriekultur geht im Baukunstarchiv NRW eine Allianz mit der Baukultur ein.“

Der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Ernst Uhing, zeigte sich erfreut über das große Engagement der beteiligten Projektpartner, die das „Baukunstarchiv NRW“ gemeinsam auf den Weg gebracht hatten. „Nordrhein-Westfalen benötigt dringend ein Baukunstarchiv, um die Nachlässe bedeutender Architekten und Ingenieure aus unserem Bundesland für die wissenschaftliche Forschung und für den Architekturdiskurs zu sichern.“

Den Betrieb des Baukunstarchivs NRW übernehmen die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, die Stiftung Deutscher Architekten, die Ingenieurkammer-Bau NRW und der Förderverein für das Baukunstarchiv NRW. Die Rahmenbedingungen haben sich als gute Grundlage erwiesen. Das Gebäude selbst bleibt Eigentum der Stadt Dortmund, die es der „Baukunstarchiv NRW gGmbH“ zur Verfügung stellt. Die Projektleitung für den Umbau des ehemaligen Museums hat der Fachbereich Immobilienwirtschaft der Stadt Dortmund. Mit der TU Dortmund, die als Kooperationspartner eine zentrale Rolle einnimmt, soll gewährleistet werden, dass Baukulturforschung aus NRW Maßstäbe setzt.

Im Namen der Gesellschafter dankte Kammerpräsident Ernst Uhing der Stadt Dortmund und den Mitgliedern des „Fördervereins für das Baukunstarchiv NRW“. Der Verein übernimmt zehn Prozent der Kosten für die Ertüchtigung und notwendigen Revitalisierungsmaßnahmen an dem Gebäude; hierin enthalten sind auch ein Teil der Gewerke- und Sachspenden wie Sanitärausstattung, Fliesen, Trockenbau etc. „Viele der unterstützenden Unternehmen sind in Dortmund bzw. NRW ansässig“, erläuterte Klaus Fehlemann für den Förderverein für das Baukunstarchiv NRW. Auch dies belege das starke inhaltliche Interesse, auf welches das künftige Baukunstarchiv NRW in der Region treffe.

Mit der Eröffnung des Baukunstarchivs NRW wird weiterhin nach den Sommerferien 2018 gerechnet.

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