AKNW-Präsident Ernst Uhing (2. v. l.) hielt sein Grußwort vor Ort in Wuppertal, begrüßt durch Jan Steiger (l.) vom Passivhaus Institut, Dirk Mobers (r.) von der Energieagentur.NRW und Dr. Hartmut Murschall vom MWIDE - Foto: Passivhaus Institut

25. Internationale Passivhaustage fanden in Wuppertal statt

Nachdem die Pandemie in der Woche vor der Jubiläumsveranstaltung wieder an Fahrt aufgenommen hatte, wurden die 25. Passivhaustage in Wuppertal vom 10. bis zum 15. September als reines Onlineformat durchgeführt. Dadurch ließen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den fünf Konferenztagen aber nicht entmutigen. Durch verschiedene Onlinetools konnten die Teilnehmer, auch von zu Hause aus, zwischen verschiedenen Vortragsräumen wechseln, in einem virtuellen Café Platz nehmen, Unterhaltungen führen und an digitalen Führungen durch die verschiedenen Ausstellungen teilnehmen.

14. Oktober 2021Autor: Lars Schuchard / Christof Rose

Schirmherr Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW (MWIDE), und Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, machten in ihren Grußworten deutlich, dass - unabhängig von Präsenz- oder Onlineveranstaltung - die Tagung ein zentraler Ort ist, an dem Expert*innen aus allen Fachbereichen und Ländern zusammenkommen und so ein Wissenstransfer stattfinden kann, den wir  benötigen, um gemeinsam die Wärmewende und den Klimaschutz im Gebäudesektor voranzubringen: „Wir müssen uns gegenseitig informieren, voneinander lernen und auch wagen, neue und innovative Planungsgrundsätze zu realisieren“, betonte Kammerpräsident Ernst Uhing in seinem Grußwort. „So können wir gemeinsam zur Umsetzung der Energiewendeziele beitragen – Schritt für Schritt und Stein auf Stein.“

Klimaschutzsiedlungen

Wichtige Praxisimpulse dazu liefern seit etwa zehn Jahren die „Klimaschutzsiedlungen“ in Nordrhein-Westfalen, die als Multiplikatoren aus dem Programm „progres.nrw Markteinführung - Breitenprogramm“ des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert werden. Dr. Hartmut Murschall vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie gab einen Überblick über den Bau von Passivhäusern im Rahmen dieses Projektes. Dabei zeigte er konkrete Beispiele sowohl im Neubau als auch in der Sanierung auf. „In einigen Sanierungsprojekten konnten die CO2-Emissionen um bis zu 90 % reduziert werden“, berichtete Dr. Murschall. Wichtig sei, dass neben der Energie- und Bautechnik die Architektur und der Städtebau eine gleichberechtigte Rolle spielen. „Denn nur dann können sich die Bewohner:innen mit ihrer Siedlung wirklich identifizieren“, so Hartmut Murschall.

Passivhaus-Awards

Ein besonderes Ereignis der Tagung war die Verleihung der Passivhaus Awards 2021, bei dem internationale Objekte in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden. Den „Sonderpreis NRW“ der EnergieAgentur.NRW erhielten das Architekturbüro Igor Wispler (Paderborn) und BSMC, Dr. Bernd Steinmüller (Bauphysik) für die Modernisierung eines Zweifamilienhauses in Hamm: „Eines der weltweit ersten Objekte, das als Sanierungsprojekt den Passiv plus-Standard erreicht hat“, lobte die Jury.

 

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