Gruppe junger Menschen vor dem Hintergrund eines Hörsaals
Die glücklichen Preisträger*innen des 32. Euregionalen Architekturpreises - Foto: Pascal Moors

32. Euregionaler Architekturpreis: Erster Preis für Absolventen der RWTH Aachen

Am 15. Oktober wurde in Maastricht der 32. Euregionale Architekturpreis für die besten Abschlussarbeiten der Architekturfakultäten der Euregio verliehen. Von rund 350 Abschlussarbeiten der Hochschulen in Aachen, Lüttich, Maastricht und Hasselt waren von den Hochschulen 30 für das Verfahren vorgeschlagen worden. Mit dem ersten Preis des 32. EAP ausgezeichnet wurde Martin Gjoleka von der RWTH Aachen für "Unzeitgemäße Betrachtungen".

18. Oktober 2022von Nicole Ehnes

Bei Martin Gjolekas Siegerarbeit handelt es sich nach Ansicht der Jury um eine tiefe Reflexion über unsere westliche Zivilgesellschaft und ein Stück Zeitgestaltung, das eine Vorstellung davon eröffnet, was ein Architekt sein und tun kann. Die Jury lobte das Projekt für sein mutiges und erfolgreiches Experimentieren, bei dem sich Poetik und Kritik zu einem vollständigen, bedeutungsvollen Werk vereinen.

Der zweite Preis ging an Alexander Collette, Xavier De Lanève und Adrian Vanwert von der ULG Liège für "IACOBUS SANDWICH" - ein Projekt, das ein Museum, eine Bibliothek, eine Bar, Co-Working-Räume und andere Gemeinschaftsfunktionen in einen städtischen Kontext integriert. Die Metapher des „Sandwichs“ weist dabei auf die räumliche und flexible Anordnung, die Schichtfunktionen und die Zirkulation des Museums hin.

Dasha Murashkina von der AAM erhielt für ihre Arbeit "Het alle wateren Badhuis" den dritten Preis. Ihr Entwurf vereint Baden, kontemplative Architektur und Kinematografie in der poetischen Atmosphäre einer bestehenden Kirche – eine mutige Arbeit, die von der Jury durchaus kontrovers diskutiert wurde.

Über die Preisträger des mit insgesamt 4250 Euro dortierten 32. EAP entschied die mit Pieter Bedaux, Caroline Lateur, Johnny Leya sowie Judith Reitz und Jerome Paumen als Vorsitzende international besetzte Jury.

Der Euregionale Architekturpreis wird von SCHUNCK, dem Museum für zeitgenössische Kunst und Architektur in Heerlen (NL) ausgelobt und organisiert. Die Architektenkammer NRW ist Kooperationspartner des Auszeichnungsverfahrens. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben, um die besten Abschlussarbeiten an den fünf Architekturfakultäten der Euregio-Städte Hasselt, Liège, Maastricht and Aachen zu würdigen.

Die Ausstellung zum 32. EAP wird bis zum 04.11.22 in der Academy of Architecture Maastricht (Herdenkingsplein 12) gezeigt.
Weitere Info zum 32. EAP und zur begleitenden Ausstellung

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