Wettbewerb in Neuss-Uedesheim entschieden:

Architektenwettbewerb Neuss-Uedesheim

Gemeinsam mit dem Ministerium für Bauen und Wohnen NRW, der Stadt Neuss, dem Neusser Gemeinnützigen Bauverein und der Firma Korbmacher GmbH Projektentwicklung hatte die Architektenkammer NW den Wettbewerb "Preisgünstiges Wohneigentum in Verdichtungsgebieten" ausgelobt...

17. Juni 1999Autor*in: li

Gemeinsam mit dem Ministerium für Bauen und Wohnen NRW, der Stadt Neuss, dem Neusser Gemeinnützigen Bauverein und der Firma Korbmacher GmbH Projektentwicklung hatte die Architektenkammer NW den Wettbewerb "Preisgünstiges Wohneigentum in Verdichtungsgebieten" ausgelobt. Die Wettbewerbsidee war aus einer Anregung der AKNW entstanden. Aufgabe des Wettbewerbs war es, im Neusser Stadtteil Uedesheim ein gut 18.000 Quadratmeter großes Gelände zu beplanen. Hier sollen Einfamilienhäuser entstehen, die sowohl günstig im Preis als auch anspruchsvoll in der Architektur sein sollen. Erwartet wurde eine hohe planerische und bauliche Qualität. Orientierungsgröße für die zukünftige Vermarktung stellten Gesamtkosten von 300.000 bis 350.000 DM für die öffentlich geförderten und 400.000 bis 450.000 DM für die freifinanzierten Vorhaben dar.

Am 18. Mai 1999 hat das Preisgericht für die zweite Bearbeitungsphase des Wettbewerbs in Neuss getagt und unter Vorsitz von Professor Jens Volkamer vier Preisträger und zwei gleichwertige Ankäufe festgelegt.

Mit dem ersten Preis wurde der Entwurf der Düsseldorfer Architektin Petra Sievert, Büro Sievert/Leister ausgezeichnet. Die Jury beurteilte die städtebauliche Qualität, die Gliederung des Freiraums und die innovative, kompakte und angemessen gegliederte Baukörpergestaltung als insgesamt äußerst überzeugend. Mit Gesamtkosten je nach Gebäudetyp zwischen 336.000 DM und 400.000 DM kann zudem der Nachweis erbracht werden, dass trotz der hohen Bodenpreise in den Verdichtungsgebieten Wohneigentum für Schwellenhaushalte und junge Familien geschaffen werden kann.

Der zweite Preis ging an den Kölner Architekten Ulrich Böttger. "Dem Verfasser gelingt in unspektakulärer, aber maßstäblich angemessener Weise die Einfügung der neuen Wohnbebauung in die Nachbarschaft", so das Urteil des Preisgerichts. Einschließlich der Kosten einer integrierten Garagen liegen die Gesamtkosten bei diesem Entwurf bei 380.000 DM.

Die Architekten Thomas Beck und Winfried Schmitz aus Aachen erhielten den dritten Preis für ihren Entwurf, der die Jury durch die vorgeschlagenen wohlproportionierten Haustypen überzeugte. Die Gesamtkosten der Häuser in Leichtkonstruktion mit Metallständerwerk liegen bei 465.000 DM.

Der vierte Preis ging an den Architekten Thomas Schüler, Büro Schmack & Schüler in Düsseldorf. Die Jury sah in der einfachen und funktionsgerechten Baukörper- und Grundrißlösung des Beitrags die Voraussetzung für eine kostengünstige und wirtschaftliche Lösung. Die Gesamtkosten liegen zwischen 340.000 und 416.000 DM.

Der Entwurf des Düsseldorfer Architekten Thomas Coste erhielt einen Ankauf, ebenso der Entwurf von Architekt Wilhelm Gryczan-Wiese im Büro Archplan, Münster mit einem weiteren Ankauf.

Die Preisverleihung fand am 16. Juni 1999 in Neuss durch Landesbauminister Michael Vesper statt. In seinem Redebeitrag ging AKNW-Vizepräsident Wolfgang Nathow auf die Bedeutung von Wettbewerben im Wohnungsbau ein.

In der Zeit vom 17. bis zum 24. Juni 1999 werden die Arbeiten aller Wettbewerbsteilnehmer im Forum der Sparkasse Neuss, Michaelstraße 65, 41460 Neuss während der Öffnungszeiten von 8.30 bis 16.00 Uhr, Donnerstag bis 18.00 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in einer Broschüre des Ministeriums für Bauen und Wohnen dokumentiert. Der Wettbewerb und seine Ergebnisse sollen als Vorbild für weitere Verfahren in NRW dienen. Die Arbeiten können in ihrer Vielfalt Beispiele geben und Akzente setzen für gute Architektur, innovative Ideen und wirtschaftliche Lösungen.

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