Mehr als 2000 Kammermitglieder feierten mit Gästen aus Politik, Verwaltung, Landesregierung, Kommunen, Wirtschaft, Verbandswesen und Kultur in der Rheinterrasse Düsseldorf. - Foto: Christof Rose/ Architektenkammer NRW

„Endlich wieder Sommerfest der Architektenkammer NRW!“

Diesen Ausruf hörte man am Abend des 23. Juni überall in der Rheinterrasse Düsseldorf, in der - nach zwei Jahren Coronapause - die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zu ihrem traditionellen Sommerfest eingeladen hatte. Genau an dem Tag, an welchem die Koalition aus CDU und Grünen in Nordrhein-Westfalen den Entwurf ihres Koalitionsvertrags veröffentlichte.

24. Juni 2022Autor*in: Christof Rose

„Politikerinnen und Politiker kommen und gehen - Architektur bleibt“, sagte die amtierende nordrhein-westfälische Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, augenzwinkernd in ihrem Grußwort. Zwar könne sie noch nicht sagen, welche Personen künftig die für die Architektenschaft besonders relevanten Ressort leiten würden. „Klar ist aber, dass wir Nordrhein-Westfalen zu einem klimaneutralen Industrieland weiterentwickeln wollen. Dabei spielen Architektur, Stadtentwicklung und Landesplanung eine Schlüsselrolle.“ Die Koalition habe sich vorgenommen, eine lebendige „Umbaukultur“ zu entwickeln. „Das ist die große Aufgabe unserer Zeit“, erklärte Scharrenbach.

Der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Ernst Uhing, dankte der NRW-Bauministerin für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit in den zurückliegenden fünf Jahren. „Wir haben vieles zusammen erreicht, etwa die Novellierung der Landesbauordnung, ein neues Baukammerngesetz und die Aktualisierung der baupolitischen Ziele des Landes“, hob Uhing auf einige zentrale Punkte ab. Die AKNW werde das klimagerechte Bauen, die Steigerung des Wohnungsbaus und die weitere Digitalisierung der Bau- und Planungsbranche auch in Gesprächen mit der neuen Landesregierung intensiv verfolgen.

Kammerpräsident Ernst Uhing bat die anwesenden Mitglieder der Landesregierung, aber auch die zahlreich vertretenen Abgeordneten aus dem NRW-Landtag und dem Bundestag um Unterstützung bei dem Ziel, die HOAI zeitnah erneut zu novellieren. „Die Bundesregierung hat sich diese Aufgabe vorgenommen; helfen Sie mit, dass es gelingt, diese wichtige Grundlage für unsere Berufsausübung zukunftsfest weiterzuentwickeln!“

Mehr als 2000 Mitglieder der Architektenkammer NRW sowie Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden und Kultur nutzten den warmen Sommerabend am Rhein, um die angesprochenen Themen in persönlichen Gesprächen zu vertiefen, um alte Bekanntschaften zu erneuern und neue zu schließen – und um gemeinsam zu feiern. 

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