Expertenforum diskutierte in der Architektenkammer NRW das „Wohnen im Alter“

Mit der steigenden Lebenserwartung in Deutschland geht eine Verschiebung der Alterszusammensetzung der Bevölkerung zugunsten der Älteren einher. Wie kann das „Wohnen im Alter“ besser gestaltet werden? Zu dieser Fragestellung fand am 30. November 2022 ein Expertenforum des BFW Landesverbandes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Architektenkammer NRW statt.

07. Dezember 2022von Simon Adenauer / Vera Anton-Lappeneit

„Der demographische Wandel fordert uns heraus, denn notwendig erscheint eine zügige Erstellung von altersgerechtem Wohnraum. Altersgerechter Wohnraum, der nicht nur erschwinglich bleiben und klimagerecht realisiert werden, sondern auch qualitätvoll und dauerhaft gebaut werden muss.“ Mit diesem Statement eröffnete der Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer NRW, Markus Lehrmann, das Expertenforum in der Architektenkammer NRW.

Auch Rolf Schettler, Vorsitzender des BFW-Fachausschusses „Wohnen im Alter“, und die Schirmherrin der Veranstaltung, NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, bekräftigten den großen Bedarf an altersgerechten Wohnraum in Nordrhein-Westfalen. Insbesondere Ministerin Scharrenbach betonte, dass barrierefreies Bauen eine Investition in unser aller Zukunft sei und sich langfristiges Denken der jungen Generation für das Leben und Wohnen im Alter auszahlen würde. Über die öffentliche Wohnraumförderung bestehe darüber hinaus eine verlässliche Investitionsperspektive, erklärte die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW.
AKNW-Vorstandsmitglied Friederike Proff und Fabio Merkens, Geschäftsführer der Real Estate GmbH, stellten in ihren Beiträgen die Zusammenarbeit und das frühe Einbinden Architektinnen und Architekten als Garanten für intelligente und gute Projektplanung heraus. Patrick Hartmann von der InWis Forschungs- & Beratung GmbH, Geschäftsstelle Kuratorium Qualitätssiegel Betreutes Wohnen, stellte im Anschluss das neue Qualitätssiegel Seniorengerechtes Wohnen vor. Ein Siegel, dass auch ohne die Thematik der Pflege erreicht werden kann.

Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge zum Megatrend „polymodular“ von Claudius Hasenau (APD Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen), zur Zukunftsperspektive Seniorenwohnen von Björn Plenius (Werte und Wohnen IBAC Consulting), zum Wohnen und Leben im Alter mit der Diagnose Alzheimer (Daniel Mey, Unternehmenskooperation und Stiftungen Alzheimer Forschung Initiative e.V.) sowie zu APG & DVO – Auswirkungen auf Refinanzierung von Investitionen in stationären Pflegeheimen (Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des Verband Deutscher alten- und Behindertenhilfe). - Die Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Expertenforums diskutierten angeregt mit den Referentinnen und Referenten und untereinander. Der interdisziplinäre Austausch stand hierbei im Vordergrund. Ad/Lap

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