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Pritzker-Preis für Architektur geht an Balkrishna Doshi

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Das Innere des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

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    Gartenanlage des Sangah (Bürogebäudes) von Balkrishna Doshi in Ahmedabad. Foto: Stipić

Balkrishna Doshi erhält in diesem Jahr den Pritzker-Preis für Architektur: Der indische Architekt wird für sein "poetisches und funktionales Werk" geehrt, teilten die Veranstalter am Mittwoch (07.03.2018) in Chicago mit.

Balkrishna Doshi respektiere die östlichen Kulturen und habe zugleich dazu beigetragen, die Lebensqualität in Indien zu steigern, heißt es von den Veranstaltern weiter. Der Pritzker-Preis ist eine weltweit renommierte Auszeichnung für Architektur. 

Tonnengewölbe und Natursteinmauerwerk

Zu seinen ersten Planungen gehören eine Wohnsiedlung für Textilarbeiter in Ahmedabad und das Indian Institute of Management in Bangalore Anfang 1960. Die Gebäude aus Natursteinmauerwerk strukturieren sich durch Lichteinfall: In den offenen und mit Steingebälk teilweise überdeckten Innenhöfen entsteht ein interessantes Licht- und Schattenspiel.

Häufig verwendete Doshi Tonnengewölbe, so auch beim Sangah, seinem Büro, welches er 1981 fertigstellte. Die weißen Betonschalen erinnern an die Tonnendächer der frühesten buddhistischen Höhlenklöster oder an Erdhügel. Terrassen, Wasserkanäle und Bäume zieren die harmonische Gartenanlage des ungewöhnlichen Bürogebäudes. AKNW-Mitglieder konnten sich Anfang diesen Jahres ein eigenes Bild des Gebäudes machen: Eine Fachexkursion führte die Teilnehmer nach Ahmedabad.

Stadtplaner: Sozialsiedlung für mehr als 80.000 Menschen

Als Stadtplaner gestaltete Doshi 1984 Vidyadhar Nagar, einen Vorort von Jaipur. Die Stadt wird als architektonisches Beispiel zitiert, da sie als Gesamtanlage im 18. Jahrhundert streng nach den Grundsätzen des Vastu Vidya errichtet worden war. In Doshis Konzept wird der Versuch sichtbar, eine Synthese zwischen dem reformistischen Urbanismus Le Corbusiers und dessen Betonung von Natur und Sonne mit der Tradition von Höfen und engen Straßen zu verbinden. In der Sozialsiedlung leben mehr als 80.000 Menschen. Der 90-Jährige erklärte, er habe sich in seinem Leben immer dafür eingesetzt, diejenigen zu stärken, die nichts hätten. 

Weltweit renommierte Auszeichnung

Der Pritzker-Preis für Architektur wurde 1979 von dem US-Amerikaner Jay Pritzker gestiftet. Seit dem Ableben des Besitzers der Hyatt-Hotelkette wird er von der Hyatt-Stiftung organisiert. Die jährlich vergebene Auszeichnung ist mit 100.000 US-Dollar dotiert und genießt in Fachkreisen eine hohe Wertschätzung.

Rajeev Kathpalia, einer der Partner der Vastu Shilpa Consultants und Kollege des indischen Architekten Doshi, wird auf dem diesjährigen AKNW-Inselkonress in Rotterdam über die Rolle des zeitgenössischen indischen Universitätscampus in der Stadtentwicklung referieren.




Autor: Lucia Windhausen