Kunstwerk aus zusammengefügten Scheiben, das der Künstler präsentiert
Der Düsseldorfer Künstler Jörg Wiele mit seinem Objekt „Scheibenmandala“. - Foto: Michael Rennertz

Jörg Wiele: Kinetische Plastiken im Baukunstarchiv NRW

Kinetische Plastiken für den öffentlichen Raum treffen beim Publikum häufig auf reges Interesse. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Jörg Wiele stehen große bewegliche Werke, die häufig den Raum neu definieren. Das Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen zeigt ab dem 11. Juni bis zum 15. August mit Unterstützung der Kulturstiftung Dortmund die „Werkschau Jörg Wiele – Kinetische Plastiken Kunst und Bau“, die eine Auswahl der Werke des Düsseldorfer Künstlers präsentiert. Die digitale Vernissage findet am 10. Juni statt.

10. Juni 2021Autor: Baukunstarchiv NRW / Christof Rose

Viele kinetische Plastiken von Jörg Wiele stehen im öffentlichen Raum und korrespondieren mit der Architektur, sind integrierter Bestandteil mit den Baukörpern und der Natur. Einige Projekte sind in Zusammenarbeit der beteiligten Architekten und dem Künstler entwickelt worden. „Die Arbeiten Jörg Wieles treten durch ihre Dynamik in einen Dialog mit dem Betrachter, aber auch mit dem Raum“, erklärt Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und Vorstandssprecher des Baukunstarchivs NRW. „Das macht sie aus Sicht der planenden Berufe zu einer besonderen Bereicherung im Austausch von Kunst und Bau.“

Ein Beispiel ist das kinetische Kunstwerk „Scheibenmandala mit neun Formen“, das seit dem Frühjahr 2019 das Foyer des Baukunstarchivs NRW am Ostwall 7 in Dortmund schmückt. Die Schenkung der Kulturstiftung Dortmund lässt vielfältige Bewegungsmuster und Interpretationen zu – und verweist auf die Einflüsse, die der Künstler auf zahlreichen Reisen nach Asien empfangen hat.

Jörg Wiele wurde 1951 in Mecklenburg geboren, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und lebt und arbeitet seither in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Seine Arbeiten sind geprägt durch ästhetische Formen und Materialien, die leicht in Bewegung versetzt werden können. Nichts bleibt so, wie es jetzt ist. Die von den Naturelementen bewegten Kunstwerke laden die Menschen ein; zur kontemplativen Betrachtung, zum Innehalten und Reflektieren. Die kinetischen Plastiken sind dualistische Sinnbilder für die Verbindung von Himmel und Erde, poetische Bindeglieder zwischen Natur und Technik, Symbole für den Fluss des Lebens. Es entsteht ein Tanz der Formen, ein harmonischer Dreiklang von Raum, Bewegung und Stille.

Die Werkschau im Baukunstarchiv NRW Dortmund zeigt die Entwicklung der kinetischen Plastiken im Schaffungsprozess in Form von Skizzen, Zeichnungen, Modellbauten, Fotomontagen und weiteren Materialien bis hin zum realisierten und aufgebauten Kunstwerk. Fotoabbildungen und Maßstabszeichnungen dokumentieren den Standort des Kunstwerkes.

Öffnungszeiten bitte tagesaktuell erfragen unter www.baukunstarchiv.nrw

Zum Livestream der Digitalen Vernissage am Donnerstag, 10. Juni um 18:30 Uhr

 

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