Der Masterstudiengang Städtebau NRW ging im Wintersemester 2005/2006 an den Start und stellt bis heute eine einmalige Form der hochschulübergreifenden Kooperation dar. Als Verbundstudiengang wird er seit 20 Jahren getragen von der Hochschule Bochum, den Technischen Hochschulen Detmold und Köln, der Fachhochschule Dortmund und der Universität Siegen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Masters Städtebau NRW laden die beteiligten Hochschulen zu einem Symposium ein, um über die Zukunft von Stadtplanung und Städtebau und deren Vermittlung im akademischen Raum nachzudenken.
Im Ruhrgebiet hat NRW einen der ersten großen Strukturwandel erlebt – damals begleitet durch die IBA Emscher Park. Im Anschluss daran setzte der Master Städtebau NRW genau dort an. Er fragte nach den Aufgaben unserer Disziplin in einer der dichtesten Metropolregionen Europas. Gleichzeitig hat er ein innovatives Modell eingeführt: die hochschulübergreifende Kooperation in der Planer*innenausbildung. Heute stehen wir vor neuen Herausforderungen. Globale und multiple Krisen prägen unsere Zeit. Der Städtebau muss darauf reagieren – und zwar weit über die Transformation alter Wirtschafts- und Mobilitätsmuster hinaus. Gefragt sind integrative, transdisziplinäre Ansätze. Zugleich wächst der ökonomische Druck auf Politik und Gesellschaft.
Das 20-jährige Jubiläum des Masters Städtebau NRW bietet den Anlass, in einem Symposium über die Zukunft von Stadtplanung und Städtebau und deren Vermittlung im akademischen Raum nachzudenken. Das zweitägige Symposium findet am 2. und 3. Juli 2026 im Osthof der Hallen Kalk statt und bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis, Lehre und Forschung in einem gemeinsamen Diskurs zusammen.
Der erste Konferenztag beginnt mit einem Rückblick auf die 20 Jahre und ordnet den Studiengang in die berufs- und bildungspolitische Landschaft und deren Transformation in NRW ein. Davor besteht die Möglichkeit einer Einführung in das Projekt Osthof Kalk, den wir als Konferenzstandort gewählt haben. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt einen inklusiven, gemeinnützig- gemeinwohlorientierten, öffentlichen, solidarischen Quartiers-, Kultur-, Arbeits- und Begegnungsortes zu schaffen. Den inhaltlichen Auftakt bildet Session 1: Quo Vadis Städtebau – Verknüpfung von Praxis, Lehre und Forschung. In vier Kurzbeiträgen werden Haltungen zu gegenwärtigen Themen vorgestellt: Johanna Debik von der Montag Stiftung Urbane Räume spricht zur Perspektive des Gemeinwohls, Robin Höning von endboss zur urbanen Praxis, Verena Schmidt von Teleinternetcafe zu ko-kreativen Ansätzen und Laura Veronese von Studio Futura zum Thema Anthropozän.
Mit der Keynote „Teaching the City" (Arbeitstitel) wird der Architekturkritiker, Stadtplaner und Kurator Kaye Geipel den ersten Konferenztag beenden, bevor im Osthof das Jubiläum gefeiert wird.
Die Session 2 widmet sich am zweiten Tag der Inter- und Transdisziplinarität als Merkmal der städtebaulichen Lehre und stellt dabei vier verschiedene Perspektiven in den Mittelpunkt. Studierende – vertreten durch die Semestersprecher*innen – eröffnen die Runde, gefolgt von Absolvent*innen des Studiengangs. Maren Harnack (FAUS, Frankfurt) bietet eine Perspektive aus der Lehre und Forschung bevor Stefan Hartlock (Hartlock Städtebau, Essen) mit einem Beitrag aus der Praxis die Session schließt.
Vertreter*innen der fünf Hochschulen des Masterstudiengangs Städtebau NRW reflektieren am Ende die wichtigsten Erkenntnisse der Konferenz und verbinden dies zu einem gemeinsamen Ausblick auf mögliche Veränderungen einer zeitgenössischen, städtebaulichen Lehre.
Das zweitägige Symposium findet am 2. und 3. Juli 2026 im Osthof der Hallen Kalk (Köln, Dillenburger Straße 65) statt. Anmeldung erbeten unter eveeno.com.
Programm (PDF)
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