Holzbau-Gebäude, rundherum sitzen und stehen Personen.
Der Bauablauf, aber auch Erfahrungen und Eindrücke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sind nun in einer umfassenden Print-Dokumentation zu Hands-on 2026 einsehbar. - Foto: Alessandra Esposito/Stiftung Deutscher Architekten

Sommerlektüre gefällig? Publikation zu Hands-on jetzt erhältlich!

Architektur, die dort ankommt, wo sie gebraucht wird: Hands-on ist das beliebte Selbstbauprojekt der Stiftung Deutscher Architekten. Regelmäßig werden Bauprojekte mit jungen Planerinnen und Planern realisiert – über die Grenzen von Europa hinaus. Hands-on 2026 führte die Teilnehmenden nach Mae Sot, Thailand; geplant und gebaut wurde ein Schulgebäude für geflüchtete Kinder. Eine Publikation sowie ein Video zum Projekt geben ab sofort weitere Einblicke in die Arbeiten rund um das Projekt, das zum Jahresauftakt realisiert wurde. Außerdem geht Hands-on in die nächste Runde: Das Auswahlverfahren für das Projekt 2027 läuft bereits.

10. August 2026von Melina Beierle

Schulbau von jungen Planer:innen

Das Hands-on-Projekt der Stiftung Deutscher Architekten (SDA) führte im Jahr 2026 zum dritten Mal nach Südostasien. Eine Gruppe von zwölf angehenden Architekturschaffenden und Junior-Mitgliedern aus Nordrhein-Westfalen reiste Anfang Januar in die thailändische Grenzregion von Myanmar/Burma, um dort gemeinsam mit lokalen Partnern neue Schulräume für Kinder von Geflüchteten zu errichten. 

„Es ist sehr beeindruckend, was in der Kürze der Zeit stattfinden kann, und wie engagiert die Stipendiaten und Stipendiatinnen der Stiftung Deutscher Architekten hier in Mae Sot tätig werden“, erklärte Markus Lehrmann (Geschäftsführung SDA) auf der Baustelle vor Ort. 

Bereits in den Vorjahren wurden im Rahmen von Hands-on Schulbauten in Thailand mit jungen Planer:innen realisiert. Einblicke in die Projekte der letzten Jahre finden Sie unter www.stiftung-deutscher-architekten.de.

Im Mittelpunkt der Hands-on-Projekte stehen nachhaltiges Bauen mit lokal verfügbaren Materialien sowie der Einsatz traditioneller Bauweisen und Techniken. Die Teilnehmenden gewinnen dabei Einblicke in andere kulturelle und klimatische Kontexte, - und erlebten auch bei Hands-on 2026, wie ein Projekt in einer intensiven Arbeitsphase vor Ort von der Planung bis zur Umsetzung aktiv mitgestaltet wird. Eine Besonderheit ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und der Einsatz von traditionellen Bauweisen.

„Für unsere jungen Planerinnen und Planer ist das eine riesige Chance: Zum einen fachlich zu lernen, zum anderen als Team zu wachsen“, erklärte Christof Rose, stellvertretender Geschäftsführer der Architektenkammer NRW. Auch die persönliche Entwicklung werde durch Hands-on gestärkt, so Rose weiter.

Das Arbeiten mit Lehm und weiteren natürlichen Baustoffen, etwa recyceltem Holz, lag ebenfalls im Fokus. - Der Bauablauf, aber auch Erfahrungen und Eindrücke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sind nun in der umfassenden Print-Dokumentation zu Hands-on 2026 einsehbar. Fotos geben lebhafte Einblicke in die Zeit vor Ort. Die Publikation ist online einsehbar auf der Website der Stiftung Deutscher Architekten und kann auch kostenfrei bei der Architektenkammer NRW (info@aknw.de) bestellt werden. Das ergänzende Video auf dem AKNW-YouTube-Kanal zeigt ebenfalls Erkenntnisse zur Bauaufgabe und Erfahrungen der jungen Planer:innen auf der Baustelle.

Viele Hände, starkes Ende

Vor Ort wurde das Projekt von dem Verein „socialarchitecture e.V.“ unterstützt; die Leitung lag bei dem Architekten Jan Glasmeier (Simple Architecture). „Ich glaube, jeder Teilnehmer hier hat für sich das mitnehmen können, was er mitnehmen wollte. Und am Ende sind zwei fertige, tolle Gebäude entstanden“, resümierte Glasmeier (Projektarchitekt Hands-on 2026) zum Abschluss des Projektes.

Weiter geht’s!

Nach Hands-on ist vor Hands-on: Das Projekt der Stiftung Deutscher Architekten geht 2027 in die vierte Runde. Auch im kommenden Jahr führt die SDA das Format fort. Konkret soll Anfang des kommenden Jahres ein Trainingscenter für geflüchtete Kinder und Frauen in Thailand errichtet werden; in Zusammenarbeit mit jungen Planer:innen. Zeitraum des Projektes: 13. Januar bis 21. Februar 2027. 

Das Auswahlverfahren läuft bereits – am 5. August wurde dazu ein Lehmbau-Workshop auf der Landesgartenschau in Neuss angeboten. Die Veranstaltung diente dazu, praktische Erfahrungen mit dem Lehmbau zu sammeln und in Kurzinterviews die jungen Planerinnen und Planer näher kennenzulernen. Die ausgewählten Teilnehmer:innen für Hands-on 2027 werden im Laufe der kommenden Wochen informiert. Auf den Kanälen der SDA und der Architektenkammer NRW werden (auch im Vorfeld von Hands-on 2027) Einblicke zum weiteren Projektverlauf geteilt.

Hands-on ist ein Projekt der Stiftung Deutscher Architekten in der Zusammenarbeit mit Simple Architecture und socialarchitecture e.V. Die fachliche Leitung des Projektes liegt beim Architekten Jan Glasmeier (Simple Architecture). Mehr dazu auf der Website der Stiftung Deutscher Architekten: www.stiftung-deutscher-architekten.de

Klicken Sie hier, um das Karussell zu überspringen.
  • Baustelle mit Lehmwänden, Personen arbeiten an den Wänden.
    Hands-on führte die Teilnehmenden Anfang 2026 wieder nach Mae Sot (Thailand). - Foto: Alessandra Esposito/Stiftung Deutscher Architekten
  • Baustelle rund um einen Skater-Pavillon.
    Das Auswahlverfahren für Hands-on 2027 läuft – Anfang August wurde ein Lehmbau-Workshop auf der Landesgartenschau Neuss angeboten. Die Bewerber:innen unterstützten hier u.a. bei der Fertigstellung des Skater-Pavillon - ein Projekt aus vorwiegend nachhaltigen Materialien - und erprobten auch den Umgang mit Holz und Lehm. - Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW
  • Gruppenbild in einem Raum mit vielen Personen, die in die Kamera lächeln.
    Am 5. August besuchten rund 30 Bewerber:innen für Hands-on-2027 die Landesgartenschau in Neuss - und nahmen an einem Lehmbau-Workshop teil. - Foto: Melina Beierle/Architektenkammer NRW
    Ende des Karussells

    Eine Schule für Mae Sot: Video zu Hands-on 2026

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