Rem Koolhaas, Norman Foster, Albert Kahn und Erich Mendelsohn – vier berühmte Baumeister des 20. und 21. Jahrhunderts, die die moderne Architekturgeschichte auf ihre Weise prägten und veränderten. In einer neuen Ausgabe der Reihe „Architektur und Film“ präsentieren die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und das Filmmuseum Düsseldorf cineastische Portraits dieser visionären Architekten. Die Reihe startet am 7. März in Düsseldorf und läuft anschließend in Programmkinos in Münster, Bielefeld und Dortmund.
Stahl, Beton, Glas, Aluminium oder Kunststoff sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts wichtige Grundlagen für eine moderne Architektur, die sich vom historisierenden, ornamentalen Stil entfernte. „Form ever follows function“ postulierte der Pionier des Hochhauses, der amerikanische Architekt Louis Sullivan, bereits Ende des 19. Jahrhunderts - ein Leitsatz, der für die architektonische Moderne zum Programm wurde. Die Funktion der Architektur sollte nun im Vordergrund stehen und die Umsetzung musste so schlicht wie möglich erfolgen. Nie aber war die Moderne ein einheitlicher Stil, sondern eher der Begriff einer Epoche.
Vier Architekten, die die Moderne entscheidend prägten und prägen, stehen im Fokus der 23. Reihe „Architektur und Film“: Der Niederländer Rem Koolhaas ist ein Architekt, der durch sein Werk stets auch außerhalb der Fachwelt Aufsehen erregt. Seine außergewöhnlichen Entwürfe sind eindrucksvolle Beispiele seiner visionären Theorien über Architektur und Stadtentwicklung. Norman Fosters Entwürfe bestechen durch ihre Logik, sind dabei niemals langweilige Funktionskonglomerate. Zunächst von einem durch Maschinen beeinflussten High-Tech-Stil gekennzeichnet, stehen die Entwürfe des Briten heute für einen weitaus zugänglicheren Stil kantiger Modernität.
Einer der einflussreichsten Baumeister des 20. Jahrhunderts war Albert Kahn. Die Bauten des amerikanischen Architekten mit deutschen Wurzeln sind Ausdruck der Hoffnungen und Enttäuschungen unserer Industriemoderne. Der knapp 30 Jahre jüngere Erich Mendelsohn gilt als einer der bedeutendsten Architekten expressionistischer Bauwerke. Mit seinen Berliner Wahrzeichen wie dem Mosse-Haus oder dem Observatorium Einsteinturm in Potsdam sorgte er in der Weimarer Zeit für Furore. Die gezeigten Dokumentarfilme zeichnen die Lebenswege dieser vier Ausnahme-Architekten nach und geben einen Einblick in ihr Werk und ihre Arbeitsweise:
In alle Filme wird mit einem prägnanten cineastischen Vortrag eingeführt, in dem auf die Besonderheiten des jeweiligen Werks hingewiesen wird. Nach der Vorstellung gibt es bei einem „Get together“ die Gelegenheit zum Austausch. Ticket-Reservierung wird empfohlen!
Kinos und Termine:
Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte den Programmflyern.
Programmflyer Düsseldorf (PDF)
Programmflyer Münster (PDF)
Programmflyer Bielefeld (PDF)
Programmflyer Dortmund (PDF)
Teilen via