„Wir als Architektenkammer NRW freuen uns sehr, Euch hier begrüßen zu dürfen. Der Nachwuchs soll aktiv in die Zukunftsgestaltung der Branche eingebunden werden, denn die Jugend ist das Fundament unseres Berufsstandes!“, mit diesen Worten begrüßte Katja Domschky, Präsidentin der Architektenkammer NRW eine Gruppe junger Planer*innen am AKNW-Stand im Rahmen der polis Convention.
Nach einem kurzen Kennenlernen und dem anschließenden Frühstück ging es für die Gruppe zum AKNW-Forum auf der Hauptbühne der polis Convention, in dem neben AKNW-Präsidentin Katja Domschky auch der Architekt und Stadtplaner Gert Lorber (Lorber & Paul, Köln) und der Stadtplaner Dr. Ing. Daniel Bläser (bjp Bläser I Jansen, Dortmund) Impulse zum Thema Bauturbo gaben.
Anschließend fand eine Führung über die Messe statt, bei der die Gruppe die Stände von IGA 27, Baukultur Nordrhein-Westfalen, der Bundesstiftung Baukultur, von New Bauhaus und die Planer Lounge besuchte.
Am IGA 27-Stand begrüßte Horst Fischer, Geschäftsführer der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr (IGA 2027), die Gruppe. Die IGA 2027 wird vom 23. April bis zum 17. Oktober 2027 im Ruhrgebiet stattfinden und präsentiert sich als weltweit größtes Gartenfestival. Sie zielt darauf ab, die Region zur grünsten Industrieregion der Welt zu machen. Die IGA findet zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen und im Ruhrgebiet statt und setzt den Fokus auf gärtnerische Beiträge, neue Naherholungsgebiete und ökologische Verbindungen, um den Wandel im Ruhrgebiet dauerhaft sichtbar und nutzbar zu machen.
Unter dem Motto „Wie wollen wir morgen leben?“ soll die Ausstellung als Labor für klimafreundliche Zukunftsthemen und nachhaltige Stadtentwicklung fundieren. Ehemalige Industrieflächen, Brachflächen und Flusslandschaften sollen in sogenannte Zukunftsgärten, umgewandelt werden. Das Herzstück werden dabei drei große, kostenpflichtige Standorte in Duisburg (Rheinpark), Gelsenkirchen und Dortmund bilden. Neben den Hauptstandorten werden viele weitere Orte in der Metropole Ruhr aufgewertet und vernetzt.
Im Anschluss an die Präsentation ging es für die jungen Planer*innen weiter zum Stand des NEW bauhaus FESTIVALs. Das Festival, das sich als Zukunftslabor versteht, wird Anfang September in Weimar stattfinden und möchte Architektur, Technologie und Wissenschaft verbinden. Dabei sollen die Prinzipien der historischen Bauhausbewegung in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen werden.
Am Stand der Bundesstiftung Baukultur wurde die Gruppe von Sabrina Ginter begrüßt, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Stiftung zuständig ist. Die Bundesstiftung Baukultur ist eine unabhängige Einrichtung, die sich für die Qualität der gebauten Umwelt in Deutschland einsetzt. Auch fördert sie das öffentliche Bewusstsein für Baukultur und setzt sich stark für den Umbau, die Sanierung und die Weiterentwicklung des Gebäudebestandes ein. Alle zwei Jahre wird ein Bericht veröffentlicht, der den Zustand der Baukultur in Deutschland analysiert und Handlungsempfehlungen für Politik und Planung ausspricht.
Weiter ging es in die Planerlounge, wo die Gruppe von Christian Wendling (ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS) in Empfang genommen wurde. Die Planerlounge dient auf der Messe als Treffpunkt für interdisziplinären Austausch zwischen Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen. Dieses Jahr wurde wurde die Planerlounge von mehreren festen Partnern gestaltet, darunter ASTOC, De Zwarte Hond, Lorber Paul Architekten, Molestina Architekten + Stadtplaner, Pilhatsch Ingenieure, RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekt*innen, studio grüngrau Landschaftsarchitektur und 5BWS.
Der letzte Ansprechpartner bei der Führung war Peter Köddermann von Baukultur NRW. „Wir müssen urbane Räume so verändern, dass sie an Wertigkeit gewinnen. Umbauen wird das zentrale Thema der nächsten zwanzig Jahre sein“, mit diesem Worten begrüßte er die jungen Planer und Planerinnen am Landesstadt. Baukultur NRW fördert als zentrale Landesinitiative die Qualität der gebauten Umwelt, indem sie Bewusstsein für Architektur und Stadtentwicklung schärft. Sie vernetzt Akteure, organisiert Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen und setzt sich insbesondere für den Umbau des Gebäudebestands, ein. Bis Ende 2026 erprobt und diskutiert Baukultur NRW beispielsweise im UmBauLabor in Gelsenkirchen praxisnahe Ansätze für nachhaltiges Bauen im Bestand. In einem über 100 Jahre alten Gebäude wird von Studierenden und Planenden erforscht, wie Umbau statt Abriss funktioniert, Materialien wiederverwendet werden und Wohnen der Zukunft aussieht. Auch engagiert sich Baukultur NRW aktiv für den Erhalt und die Umnutzung von Kirchengebäuden in Nordrhein-Westfalen, da etwa 3.000 von ca. 6.000 Kirchen von Leerstand oder Umnutzung bedroht sind.
Im Anschluss an die Führung konnten die Jungen Planer*innen Fragen an das AKNW-Team richten und sich bei Snacks und Getränken austauschen.
Weitere Veranstaltungen der Kampagne „JA* / Junge Planer“ sind unter www.junior-architekt-in.de zu finden.
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