Mit einem Aussichtsturm auf der Sophienhöhe soll das Rheinische Revier ein neues Wahrzeichen bekommen. Im Rahmen eines Realisierungswettbewerbs prämierte die „Neuland Hambach GmbH“ im November drei Siegerentwürfe, die nun in die Verhandlungsphase gehen. Der rund 40 Meter hohe Turm soll am höchsten Punkt der Sophienhöhe erreichtet werden und einen Panoramablick über die rekultivierte Landschaft sowie die künftigen Tagebauseen bieten.

„Die Sophienhöhe steht wie kaum ein anderer Ort für den tiefgreifenden Wandel unserer Region. Mit dem Aussichtsturm entsteht ein architektonisches Highlight, welches das Profil der Halde prägen und ein neues Wahrzeichen unserer Region werden kann“, erklärte Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs.
Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Thomas Meurer (Frankfurt/M.) bewertete die Beiträge nach gestalterischer, räumlicher und funktionaler Qualität sowie wirtschaftlichen und ökologischen Kriterien. Im Mittelpunkt standen ein sensibler Umgang mit dem Naturraum, ein reduzierter Materialeinsatz und eine prägnante, wiedererkennbare Formensprache. Der Turm soll den Blick über die Baumwipfel ermöglichen und den Aufstieg durch geschickt gesetzte Blickachsen, Zwischenebenen und Aussichtspodeste zum Erlebnis machen.
Die Siegerentwürfe kommen von OKF Architekten, Osnabrück (1. Preis), Pax Brüning Architekten, Hannover (2. Preis) und Rimpau Bauer Derveaux, Berlin (3. Preis). Anerkennungen gingen an Demo Working Group / trako engineering (Köln) und Wannenmacher + Möller (Bielefeld). - Über 200 Büros hatten sich um die Teilnahme am Wettbewerb beworben, 15 davon wurden zur Teilnahme eingeladen.
Der „Aussichtturm Rheinisches Revier“ ist eines von fünf Vorhaben im Projekt „Naturerlebnis Sophienhöhe“, mit dem die rekultivierte, 16 km2 große Halde des Tagebaus Hambach schrittweise für neue Freizeit- und Naherholungsangebote geöffnet werden soll. Ziel ist es, die touristische Attraktivität der Region zu steigern und die Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern.
Für die vorinvestiven Planungen stehen rund 660.000 Euro Fördermittel bereit; begleitende Gutachten – darunter Artenschutz und Baugrund – wurden bereits beauftragt. Den Antrag für die nächste Förderphase will die NEULAND HAMBACH bis Mitte 2026 einreichen. Nach Bewilligung erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen schrittweise bis 2029.
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